Revolutionärer Imperialismus und politischer Mainstream im heutigen Russland

Zur Bedeutung des erstarkten russischen Rechtsextremismus für ein Verständnis der antiwestlichen Wende in der Putinschen Außenpolitik

Die meisten Erklärungsmodelle für den außenpolitischen Kurswechsel der Russischen Föderation der vergangenen Jahre sind entweder personalistisch oder geschichtsphilosophisch angelegt. Während einige Beobachter aus den politischen Präferenzen bzw. beruflichen Biographien von Personen in der Führungsriege Russlands den Richtungswechsel in der Außenpolitik herleiten, neigen andere Kommentatoren dazu, diese Veränderungen auf die „Natur Russlands“, die sich aufgrund der scheinbaren inneren Stabilisierung und des wirtschaftlichen Aufschwunges seit ca. 2000 wieder durchsetze, zurückzuführen. (mehr…)

Soziologie der Kritik oder kritische Soziologie

Vortrag und Diskussion:

Soziologie der Kritik oder kritische Soziologie?
Beobachtungen des aktivierenden Sozialstaats

Mit Prof. Stephan Lessenich (Jena)

Dienstag, 19. Januar, 18 Uhr c.t.
Melanchthonianum, Sitzungszimmer, 1. OG
Universitätsplatz Halle

Prof. Stephan Lessenich ist Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Vergleichende Gesellschafts- und Kulturanalyse an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Zuletzt erschien: Soziologie – Kapitalismus – Kritik. Eine Debatte, Frankfurt 2009 (zus. mit Klaus Dörre und Hartmut Rosa).

Kulturindustrie ist reflexiv…

Man weiß um das prekäre Leben im Verwertungszusammenhang, man ist sich der Anpassung bewusst, trauert der verlorenen Zeit zum Musikhören nach, bemängelt die Gängelung durch die Arbeit und den fehlenden Urlaub… …die Antwort ist eine neue Zeitung und ein „grenzenloses Leben“ mit dem Flachbildfernseher.
Kulturindustrie ist reflexiv1, Kulturindustrie rekuriert auf sich selbst als ihren Inhalt.



  1. vgl. u.a. Steinert, Heinz (2008): Kulturindustrie [zurück]

Halle unmöglich machen – auch in Merseburg!

Die AG „No Tears for Krauts“ aus Halle hat mal wieder ein Flugblatt verfasst. Zusammengefasst geht es darum, dass in Hamburg alle doof sind und voll Querfront. Leider wurde diesmal auf pointierte Formulierungen verzichtet, so dass es sich nicht lohnt, aus dem Text zu zitieren. Jedoch hoffen wir auf Besserung beim nächsten Versuch.

Frage an die IGM-Jugend Halle

Dass die IG-Metall-Jugend Halle immer für einen Spaß zu haben ist, hat sie in der Vergangenheit nicht selten bewiesen. Ein Highlight im Terminkalender junger Gewerkschafter aus der Saalestadt ist dabei die sogenannte Nikolausaktion. Vor kurzem war es wieder soweit. (mehr…)

Dumm, dümmer…

…am dümmsten

Demokratie, Faschismus, autoritärer Etatismus und Postdemokratie

Warum Wahlerfolge rechtsextremer Parteien keine faschistische Herrschaft hervorbringen und trotzdem die Demokratie aushöhlen und was die demokratische Mitte dazu beiträgt. (mehr…)

Die gute Studigemeinschaft fordert: Vater Staat, rette die reine Bildung gegen das böse Abstrakte!

Im Folgenden dokumentieren wir einen Text des Freundeskreises „Kritik verkürzter Kritik“:

Die Studierendenproteste richten sich gegen die „Ökonomisierung“ unschuldiger Wissenshorte und blasen zum Verteidigungskampf für „ihre alma mater“. Dass ihr Reden und Tun die herrschenden Verhältnisse bestenfalls affirmiert und reproduziert, erkennen die AktionistInnen nicht. Einige Hinweise des Freundeskreises „Kritik verkürzter Kritik“
(mehr…)

Lernen bis zum Umfallen

Der Bildungsstreik will nicht mehr als nettere Verwertungszusammenhänge, das ist der geringste Grund ihn abzulehnen

Nachdem die Bildungsproteste des Sommers pünktlich mit Beginn der Semesterferien ihren Abschluss nahmen, bemühen sich hallische Studierende um eine Wiederaufnahme der Aktionsfront. Mit zwielichtigen Referenten und schlechten Parolen bekämpft der „Bildungsstreik“ die Ursache seines Bestehens, die trostlose Atmosphäre an deutschen Universitäten. Dabei vergisst die Querfront aus Anarchisten, Lehramtsstudenten und Sprechwissenschaftlerinnen nur zu oft, dass es an deutschen Universitäten nie gut um die Emanzipation bestellt war. Das Festkomitee 2. Juni kündigt den Protagonisten der Bildungsfront die Freundschaft und erklärt, warum es sich beim Bildungsslogan „Wessen Bildung?“ nicht um eine Frage, sondern um eine Selbstbeschreibung handelt. Eine Aufforderung zum Erwachsenwerden. (mehr…)

Der Bildungsstreik redet von den Zuständen an den Universitäten, wir wollen über die Zustände im Bildungsstreik reden.

Einige kritische Worte zum Bildungsstreik in Halle

Man könnte vom Aktionismus, vom Kollektivismus, von der Kritik- und Begriffslosigkeit, von der Theoriefeindlichkeit und der verkürzten Gesellschaftskritik sprechen. Selbstverständlich ist besonders die fehlende Reflexion der Verhältnisse der Wertvergesellschaftung zu kritisieren und der blöde Etatismus der Bildungsstreikfront. Das ist bekannt und äußerst gravierend. Mehr als nur gravierend sind die Zustände in der Gemeinschaft der Bildungsstreikler. Zwar wird viel geredet von Emanzipation und Selbstbestimmung, Autonomie und Freiräumen, doch die eigenen Ideale werden schnell vergessen, wenn es um Sexismus, Rassismus und Antisemitismus in den eigenen Reihen geht. (mehr…)



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