Archiv für Juli 2008

Vergessene Orte des Verbrechens

Teil 1: Das Lagersystem

Mir geht es in dem folgenden Text darum, zu zeigen, was so oft vergessen wird – das Ausmaß des „Systems der Vernichtung“. Vernichtung, das war nicht „nur“ irgendwo weit weg – Auschwitz, Treblinka, Sobibor etc. (auch wenn deren Dimension und Schrecklichkeit alles hier Dargelegte bei weitem übersteigt, aber es geht auch nicht um Gegenüberstellen von Leid und Ausmaß der Schrecklichkeit), sondern das war auch das riesige Netz der Konzentrations-, Vernichtungs- und Arbeitslager im Kerngebiet des Reiches.
Ich möchte dies exemplarisch an der Region (des heutigen) Sachsen-Anhalts und Nordthüringens zeigen.

Das System von Buchenwald und Mittelbau-Dora

Im Folgenden soll es um das Netzwerk der Außen- und Nebenlager von Buchenwald bei Weimar und vor allem Mittelbau-Dora bei Nordhausen gehen.
Wer über die beiden Hauptlager Informationen möchte, sei auf die Internetseiten der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora verwiesen.
Zu den Konzentrationslagern Buchenwald und Mittelbau-Dora gehörte ein riesiges Netz von Außen- und Nebenlagern, Arbeits- und Baukommandos. Allein Mittelbau-Dora hatte mindestens 40 Außen- und Nebenlager in der Region zwischen Osterode, Wernigerode, Quedlinburg, Ballenstedt, Artern und Nordhausen (Das gesamte Lager- und Außenstellennetz von Buchenwald und Mittelbau-Dora zu entwirren ist eine schwierige Aufgabe, da nicht zuletzt das Lager Dora bis zum Herbst 1944 selbst Außenlager von Buchenwald war. Zu dem wechselten die Zuständigkeiten für Außenlager, Außen- und Arbeitskommando des Öfteren.).


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„Wir sind eine starke Gemeinschaft“

Geboren aus der NS- und der DDR-Autopsie verbindet sich ein kruder Mix aus Gemeinschaftsgefühl, sozialistisch-regressivem Antikapitalismus, Heimattreue, dem allgegenwärtigen Gefühl nur belogen und betrogen zu werden und der Feindschaft gegen alles was fremd und als irgendwie „westlich“ gilt zu dem was der Soziologe wohl Ostidentität nennen würde.
Über den Zusammenhang von Ostidentität und nationalem Sozialismus schreibt Mario Möller in der neuen Bonjour Tristesse.
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Wer braucht schon Urlaub?

Studier in Halle

studier-in-halle gibt 10 Gründe in Halle zu studieren. Der beste ist wohl der zehnte: Halle hat einen schönen Bahnhof. Und schnelle Verbindungen per Schiene, Straße, Luftweg. Fühle nur ich mich da an Brechts Äußerung zum Augsburger Bahnhof erinnert?

Ein Salih…

Da ich im Moment leider nicht dazu komme, hier eigene Artikel zu veröffentlichen, zitiere ich einen Kommentar zu den neusten Äußerungen Justus Wertmüllers aus Gremlizas Express (Konkret 8/08):

Justus W., im Laufe der Jahre wie viele seiner Genossen zum Pfaffen der Kapitalherrschaft, ihrer Polizei und „Bildzeitung“ gereift, (mehr…)

Geschlechterverhältnis, Kapitalismus und Wert-Abspaltungstheorie

Immer wieder beschäftigen wir uns mit Fragen zum Geschlechterverhältnis und deren Zusammenhang mit dem Kapitalismus. Die Reihe „Kritische Intervention“ aus Halle führte zu dieser Thematik im April dieses Jahres ein Veranstaltung – Der Versuch einer materialistischen Kritik des Geschlechterverhältnisses – mit Andrea Trumann (u.a Autorin des Buches Feministische Theorie) durch.
Unter anderem wurde damals der wert-abspaltungstheoretische Ansatz von Exit bzw. Roswitha Scholz diskutiert. In dem wertkritischen Magazin „Streifzüge“ aus Wien ist ein meines Erachtens sehr interessanter und lesenswerter Text von Fritjof Bönold zur Kritik an dem wert-abspaltungstheoretischen Ansatz erschienen.
Teil 1 in Streifzüge 42/08
Teil 2 in Streifzüge 43/08

Gefunden auf dem Blog Emanzipation-oder-Barbarei mit einer tollen Zusammenstellung zur Thematik

Liebe Jungle World,

Du kannst es einfach nicht lassen. Wieder veröffentlichst Du eine Türken-Persiflage mit der Kunstfigur Bayram Karamollaoglu. (mehr…)

Zum Problem der Krise

Neben rassistischer Agitation findet sich in der Jungle World auch immer wieder der ein oder andere interessante Text. So auch in der Ausgabe 28/08: „Krise, Kollaps, King Kong – Der Zusammenbruch des Kapitalismus als Theorie und Phantasma“ von Heiner Stuhlfauth Jr. (mehr…)

Der Heimatschutz geht baden.

Am Ende redet eine Bürgerin Tacheles.

Mehr dazu auch hier .

The truth lies in Rostock

Rostock-Lichtenhagen vor fast 16 Jahren, der Volksmob tobt sich aus.
Mügeln, das vorerst letzte volksgemeinschaftliche „Event“ vor der EM welches Medieninteresse gefunden hat, ist nun auch schon fast ein Jahr her. Doch täglich erfahren Menschen, was es heißt, nicht zur „Volksgemeinschaft“ zu gehören.