Die lustigsten Oi-Songs über Sachsen Anhalt I

Heute: GerbenokSachsen Anhalt
Diese Weißenfelser Band ist nicht zuletzt wegen ihres Fascho-Liedes „Reich und Schwul“ und der deutschen Oi-Szene sehr beliebt. Aber auch das hässliche Stückchen Land zwischen Niedersachsen und Brandenburg hat es ihnen angetan. So sehr, dass sie ihm gleich ein ganzes Lied widmen. Dieses gibt in beeindruckender Weise sowohl sprachlich als auch inhaltlich den Zustand nicht nur dieser Bauern, sondern auch weiter Teile der hiesigen Bevölkerung wieder.

1. Im Osten unsrer Heimat schimmert stolz ein Bundesland
Kaum geachtet doch verehrt, ist es jedem wohl bekannt
Von hier kommt die beste Mucke, die geilsten Girl, das Honigbier
Preist ihr andren eure Länder, ich weiß ich bleibe hier

Ref.: Sachsen – Anhalt, du bist mein Land und hier komm ich her
Von der Geburt an schon dir zu zugewandt,
Steh ich auch heut noch stolz zu dir
Und bin ich einmal weg, ist meine Sehnsucht wirklich groß,
Komm ich zurück an diesen Fleck
Anhalt, was wär ich ohne dich bloß

2. Kein andres Land ist so schön wie du, klare Flüsse saubre Luft
Ist in der Zone auch viel Dreck passiert, erhallt heut durch uns dein Ruf
Sachsen – Anhalt Oi! Oi! Oi!, verstecken musst du dich nicht
Ihr andren seid zwar auch nicht schlecht, doch nur aus dir erstrahlt das Licht

3. Man muss fühlen wo man herkommt, fühlen, dass man in Anhalt lebt
Dann dringt der Stolz bis durch die Marten´s und der Asphalt drunter bebt
Jetzt weißt du wo du bist, sei deinem eignen Lande treu
Heb den Kopf und schreie laut: Sachsen – Anhalt Oi! Oi! Oi!

Sachsen-Anhalt, das Land aus dem das Licht strahlt also. Es erübrigt sich wohl, diesen Text zu kommentieren.1 Es sei nur angemerkt, dass ich mir dieses Sachsen-Anhalt-Gefühl (vgl. Strophe 3) nur als einen großen Schmerz vorstellen kann. In diesem Sinne:

Oi Oi Oi!
Eure Simone

  1. Wenn allerdings es danach ein starkes Bedürfnis gibt, werde ich das selbstverständlich nachholen. [zurück]

12 Antworten auf „Die lustigsten Oi-Songs über Sachsen Anhalt I“


  1. 1 Entdinglichung 25. August 2008 um 16:03 Uhr

    stellt sich die Frage, ob die offizielle Landeshymne von Sachsen-Anhalt besser oder schlimmer ist … diejenigen von Bayern, Hamburg, Niedersachsen oder Schleswig-Holstein (gibt dazu in der MEW irgendwo einen bissigen Kommentar zu) sind im Stil da nicht unähnlich (lediglich die oioioi-Rufe fehlen) …

  2. 2 Earendil 25. August 2008 um 17:13 Uhr

    „Es erübrigt sich wohl, diesen Text zu kommentieren.“
    So isses. Und warum tust du’s dann? Diese debile Heimatpoetik, die mit Abstrichen auch Heino oder Marianne&Michael singen könnten, mit primitiven Beschimpfungen eines Landstrichs („das hässliche Stückchen Land“) und seiner Bewohner („Bauern“) zu kontern, ist doch beknackt. Zumal grade letzteres, gelegentlich von AD-Seite gebraucht, nix als Klassismus ist nach dem Motto „eure Armut kotzt uns an“.

    Also mit so einem Mist muss man sich doch nicht wirklich befassen, oder?

    Sorry, erstes Posting und nur Destruktives…

  3. 3 Simone 25. August 2008 um 18:34 Uhr

    Hast recht, wahrscheinlich spielt da eine gewissen voyeristische Lust mit: Wann kommt die erste Reaktion von Fans dieser Musik?
    Außerdem frage ich mich immer wieder, wie Musik, die mit Gestus der Rebellion begann, bei solch Heimatabgefeiere enden konnte. Jazz beispielsweise taugt dazu ja offensichtlich nur bedingt.

  4. 4 Simone 25. August 2008 um 20:34 Uhr

    @Entdinglichung:

    Das Lied für Sachsen-Anhalt
    1. Dieses Lied geh allen Herzen ein,
    die für Harz und Fläming glühn,
    auch die Elbe soll uns Heimat sein,
    Sachsen-Anhalt stolz und kühn.
    2. Ob die Saat uns grünt im Bördeland
    und die Saalekirschen blühn,
    das liegt auch in unsrer eignen Hand,
    Sachsen-Anhalt stolz und kühn.
    3. Wollen wir nun eine Heimat baun,
    müssen wir uns dafür mühn,
    eine gute Heimat ohne Zaun,
    Sachsen-Anhalt stolz und kühn.
    4. Dass im Unstruttal der Wein gedeiht
    und die Wälder stehen grün,
    dass die Hoffnung uns die Kraft verleiht,
    Sachsen-Anhalt stolz und kühn.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lied_f%C3%BCr_Sachsen-Anhalt

    Ist aber wahrscheinlich noch weniger populär als dieser Oi-Song.

  5. 5 critique toujours 26. August 2008 um 10:47 Uhr

    Ich finde beschimpfen gut und richtig. Sachsen- Anhalt ist das abscheulichste Stückchen Erde!

  6. 6 saltzundessick 26. August 2008 um 21:16 Uhr

    so siehts aus! sachsen-anhalt, du alte kacke!

  7. 7 Entdinglichung 27. August 2008 um 15:29 Uhr

    Sachsen-Anhalt stolz und kühn & Sachsen – Anhalt Oi! Oi! Oi! … was ist schlimmer? Beides?!

  8. 8 Räuber Kneißl 27. August 2008 um 19:38 Uhr

    entdecke nur ich da einen Widerspruch zweischen „kaum geachtet“ „doch verehrt“ und dann auch noch „wohl bekannt“ :-D

  9. 9 der M 04. Oktober 2008 um 19:00 Uhr

    hallo,
    so hier der erste kommi als fan von Oi! – musik.

    Oi! hat in erster linie nichts mit vaterlandsliebe oder faschismus o.ä. zu tun!
    es gibt einen teil der rechten boneheadszene, die sich als Oi! bezeichnen. diese leute haben allerdings NICHTS (!) mit der eigentlichen Oi! Szenen oder dem skinhead kult zu tun.

    www.du-sollst-skinheads-nicht-mit-nazis-verwechseln.de

    viel spass noch beim bloggen.

    cheers ‚n oi!

  10. 10 MAGDEBURG!!! 16. Februar 2009 um 19:33 Uhr

    hört mal ihr affen
    ich komme aus der landeshauptstadt sachsen anhalts und ich bin sehr stolz auf mein heimatbundesland
    trotzdem bin ich weder rechts noch links nur weil ich so etwas sage und nur weil ihr keine ahnung von sachsen anhalt habt und wahrscheinlich noch nie hier wart müsst ihr hier nicht so eine große fresse haben nur weil ihr euch hinter euren pcs verstecken könnt
    kommt her und sagt es den magdeburgern mal ins gesicht dass sie bauern sind und in einem hässlichen bundesland leben

    http://www.du-sollst-skinheads-nicht-mit-nazis-verwechseln.de/

  11. 11 Bibbs 22. Februar 2009 um 14:26 Uhr

    Wie der Homepage von Gerbenot zu entnehmen ist, spielen diese rot-braunen Typen nächsten Samstag da, wo sie hingehören: im GiG. Neben widerlichen Lokalpatriotismus brilliert die Combo in ihren Texten mit Homophobie und auf Hiphop bezogenen Scheiß wie diesem:
    „Die Disko ist der letzte Schrei, die Mucke echt voll cool
    Jeder tanzt den Affentanz, doch sind sie alle Schwul
    Sie wollen echte Männer sein, mit ihrem dritten Mittelbein
    Bei Depression ein kleiner Tipp, ne Pille hilft zum nächsten Trip

    Das soll jetzt nicht rassistisch klingen, doch es ist nun einmal so
    Irgendwelche Asylanten dealen auf dem Bahnhofsklo
    Mit langem Haar und schöner Bräune stehn sie an der Litfaßsäule
    Schicken Kinder auf den Strich, doch das interessiert euch nicht“

  1. 1 Von Affen, Bauern und Skinheads… « critique aujourd’hui Pingback am 17. Februar 2009 um 15:31 Uhr
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