Kommunismus ist sexy?

Dieser Blog weiss es genau, Kommunismus ist sexy, aber nur blond und mit tiefem Ausschnitt.
Fazit: Schön normiert und total daneben.


71 Antworten auf „Kommunismus ist sexy?“


  1. 1 lahmacun 13. Februar 2009 um 22:56 Uhr

    aber nicht nur sexy – sondern auch ne disco! lifestyle-revolution! jetzt sofort! *dance*dance*dance*

  2. 2 Zonengabi 13. Februar 2009 um 23:18 Uhr

    dancen bis zum kommunismus?

  3. 3 lahmacun 13. Februar 2009 um 23:33 Uhr

    na klar. nur eine revo auf der ich tanzen kann, ist … ähm.
    http://beobachtungen.blogsport.de/2009/01/10/kotzenbombendisco/

  4. 4 Zonengabi 14. Februar 2009 um 0:09 Uhr

    scheiße, ich kann nicht tanzen!

  5. 5 lahmacun 14. Februar 2009 um 0:20 Uhr

    verdächtig.

    ***

    die „sexy antifa-werbung“ ging vor ein paar monaten schon mal rum. immer das gleiche. aber wen wundert’s, wird mittlerweile von nicht wenigen ne feministische übermacht daherhalluziniert. richtiggehend verfolgt werden sie schon, die armen männer!

  6. 6 ♥Tekknoatze 14. Februar 2009 um 2:49 Uhr

    Kann man so doof sein? Da fehlen mir glatt die Worte.

  7. 7 Zonengabi 14. Februar 2009 um 12:56 Uhr

    Ja kann man(n). Scheinbar.

  8. 8 anit 15. Februar 2009 um 15:38 Uhr

    Oh nein, ich finde hübsche Blondinen sexy. scheisse, was mach in nun? bin ich total normalisiert? hat mich das system so fest am wickel?
    raff ich einfach nicht, dass das private politisch und dass
    „chaqu‘un a son gout“ eine reaktionäre parole ist? mir egal.
    trotzdem find ich die tusis auf dem foto ganz sexy.

  9. 9 Zonengabi 16. Februar 2009 um 14:40 Uhr

    Oh je wie doof bist du?….weil ich auch was von „Normalisierung“ schrieb.
    Wenn du den Unterschied nicht weisst zwischen „normiert“ und „normalisiert“, kann ich dir auch nicht helfen

    Was ist denn „hübsch“? Kommt in diesem Bild ein privat-ästhetisches Urteil zum Ausdruck oder vielleicht doch ein gesellschaftliches Ideal – eine Norm über das äußere Erscheinungsbild von Personen, deren körperlichen Proportionen/Attribute und deren „sexuelles Wirken“ (ganz zu schweigen von der Sexualisierung der Personen auf dem Bild)?
    Was wäre denn, wenn die Personen auf dem Bild nicht 50, sondern 100 Kg wiegen würden? Wäre der Kommunismus immer noch sexy?

    Und was bitte soll die Parole + Bild bedeuten? Kommunismus = „Blondinen“ für alle oder was?

    Mir egal, trotzdem find ich Leute wie dich, die andere Menschen als „Tusis“ bezeichnen und ihre eigene Normierung nicht sehen, einfach dumm (Deine Aussage belegt das ziemlich deutlich. Dumm ist zwar auch ein normiertes Urteil, aber in deinem Fall trifft es durchaus zu). Ein paar Schläge auf den Hinterkopf sollten helfen!

  10. 10 lahmacun 16. Februar 2009 um 15:20 Uhr

    >hat mich das system so fest am wickel?

    nee, DICH doch nicht! du bist doch ein souveränes kerlchen, oder?

  11. 11 Wendy 16. Februar 2009 um 20:48 Uhr

    Und wenn jetzt mein persönliches Schönheitsempfinden mit den gesellschaftlichen Idealtypen übereinstimmt, dann ist das böhse?

    lahmacum: Fällt dir nicht noch etwas noch blöderes auf die Frage von diesem Menschen ein, als deine Projektionen?

  12. 12 lahmacun 16. Februar 2009 um 20:56 Uhr

    „böse“ oder „gut“ ist vollkommen unbrauchbar hierbei.

  13. 13 lahmacun 16. Februar 2009 um 20:58 Uhr

    >als deine Projektionen?

    bahamas seit neuestem verlinkt? – „projektion“ ist kein argument(ersatz). entweder du kritisierst mein gepöbel richtig – oder du lässt es.

  14. 14 Paolo Pinkel 16. Februar 2009 um 23:18 Uhr

    die frage, ob man blonde junge frauen „sexy“ findet, steht hier doch gar nicht zu debatte. die frage ist doch, ob man für „kommunismus“ ( was immer das in diesem fall bedeuten soll) dadurch wirbt, in dem man das bild vermittelt „schau mal, da gibts hübsche mädels“. frauen werden zum objekt der scheinbar politischen mobilisierung in zeiten, in denen man irgendwann mal gehofft hat, den sexismus wenigstens in der linken zum gegenstand der kritik zu machen.

  15. 15 Zonengabi 16. Februar 2009 um 23:48 Uhr

    Wendy was interessiert mich dein persönliches Schönheitsempfinden?
    Aber falls du es nicht mitbekommen hast, in dem Bild kommt kein persönliches Schönheitsempfinden zum Ausdruck, sondern eine Norm (attraktiv/schön/wie auch immer = blond, „schlank“, etc.), sowie (wie es Paolo bereits richtig kritisiert) eine Objektivierung.

  16. 16 k 17. Februar 2009 um 4:02 Uhr

    Also, so wie ich das verstanden habe, sind Normen sanktionierbare Erwartungen, die von den Betroffenen auch als solche wahrgenommen werden.

    Welche Kontrollmacht geht gegen Frauen vor, die nicht blond und braungebrannt sind?

  17. 17 Anette 17. Februar 2009 um 9:05 Uhr

    Ihr seid ja wirklich mit dem Klammernbeutel gepudert. Auch in der Kontrollgesellschaft geht niemand gegen Frauen vor, die Wendy hässlich findet. Aber nicht deswegen, weil der/die alle Frauen liebt und deren Haarfarbe keine Rolle spielt, sondern weil „Kontrollgesellschaft“ nicht mit „gegen.. vor“ vereinbar ist. Ein Blick ins soziologische Lexikon oder einen zweiten zum TV verrät aber selbst euch Potenzhengsten, die Existenz von sozialem Druck. Und wenn ihr dann noch das Sabern einstellen könntet und die Kinnlade schließt, dann müsste selbst euch auffallen, dass die drei Fickschnitten mehr auf Jesus als auf Kommunismus stehen.

  18. 18 anit 17. Februar 2009 um 14:39 Uhr

    Ich hätte nicht gedacht, dass die Urheber dieses Aufklebers (oder was auch immer) sagen wollten, dass es im Kommunismus hübsche Blondinen für alle gibt. Vermutlich sollte eher nahegelegt werden, dass schon der Gedanke an den Kommunismus geeignet ist, Freude zu bereiten. Deshalb werden diese (übrigens nicht unbedingt unprominenten Girls) noch lange nicht zum Objekt politischer Mobilisierung – das Ziel dieses Aufklebers ist doch eindeutig eine Provokation der linken Szene im Netz. Dass es wenig Sinn macht, auf Fotos von George Clooney „Kommunismus draufzuschreiben, diese zu verteilen und auf die Revolution zu hoffen, hätte ich für klar gehalten. Ob diese Provokation besonders glücklich oder notwendig ist, lasse ich mal dahingestellt. Offensichtlich hat es gewirkt, denn sofort wird über Blondinen mit tiefem Ausschnitt gemeckert. In Bezug auf die linke Szene kann ich zudem getrost sagen, dass ich weitaus mehr Feindschaft (in Gabis Stil) gegen vermeintlich „normierte“ Personen, iR. von Frauen gegen Frauen, als umgekehrt „normierte“ Arroganz erlebt habe.
    Und ja, Gabi, 100 kg-Frauen wären für mich nicht sexy. Aber das wirst du mir ja wohl kaum zum Vorwurf machen. Gleiches gilt für die AufkleberanfertigerInnen, die können ihren Slogan nun mal schlecht mit Personen illustrieren, die fast niemand sexy findet.
    Kommunismus ist trotzdem immer sexy.

  19. 19 Paolo Pinkel 17. Februar 2009 um 15:53 Uhr

    @anit. naja, da magst du sicher recht haben, dass dieser aufkleber eine provokation ist, und eben deshalb diskutiert man ja darüber.
    dennoch finde ich es total uninteressant, wer wen oder eben nicht sexy findet und argumente, die in richtung stutenbissigkeit gehen, die man wohl auch noch selbst erfahren hat, sind auch wenig relevant.
    fraglich scheint in meinen augen zu sein, wie man überhaupt auf die idee kommt, kommunismus mit sexy in verbindung zu bringen. vor gar nicht allzu langer zeit, ich schätze der aufkleber wurde auch genau zu dieser zeit entworfen, war so ziemlich alles sexy, was eigentlich sonst ziemlich wenig mit sexueller erregung zu tun hat: berlin, armut und wahrscheinlich auch die jusos oder so. als satire darauf mag mir der aufkleber gefallen.
    sonst finde ich es recht wirr, ein unpassendes prädikat auf ein subjekt anzuwenden, wenn kommunismus sexy ist, hat dann der staat erektionsprobleme? ist herrschaft frigide und die CDU nekrophil?
    also sollte man es ernstnehmen, ist es einfach nur käse.

  20. 20 Zonengabi 17. Februar 2009 um 16:25 Uhr

    @anit: Das Problem ist doch, dass „in den Augen der Gesellschaft“ eben nur solche Frauen wie auf dem Bild als „sexy“ und somit als Ideal und Norm gesehen werden. Und da haben wir noch gar nicht über die Objektivierung und Sexualisierung von Frauen gesprochen.
    Anit vielleicht schon mal darüber nachgedacht, dass Frauen nicht „sexy“, „geil“ oder der Gesellschafts Lustobjekt sein wollen? Genau das wird doch mit dem Bild vollzogen.
    Wieso ist das so schwer zu verstehen, dass es überhaupt nicht um persönliches Schönheitsempfinden geht? Ist doch egal ob du „100Kg-Frauen“ nicht sexy findest. Problem ist, dass es so etwas wie eine Norm gibt und die „100Kg-Frauen“ mit all den Konsequenzen dieser Norm nicht entsprechen und auf der anderen Seite, Frauen (oder auch Männer) die der Norm/dem Ideal entsprechen, zum Objekt werden. Aussehen und bestimmte körperliche Atribute/Proportionen werden synonym für „sexy“, „geil“ etc. gesetzt.
    Du hast kein Problem damit, wenn Frauen zum Objekt und auf ihre Körper reduziert werden?

    Und du solltest mal über den Zusammenhang zwischen deinem Schönheitsempfinden, Sozialisierung/Internalisierung und gesellschaftlicher Normierung bzw. über die soziale Konstruiertheit deines Schönheitsempfinden nachdenken!

  21. 21 tee 17. Februar 2009 um 16:39 Uhr

    Das Problem ist doch, dass “in den Augen der Gesellschaft” eben nur solche Frauen als “sexy” und somit als Ideal und Norm gesehen werden.

    ist doch nichts weiter als eine geschmacksfrage, ob „solche frauen“ als sexy angesehen werden. und das darf dann nicht sein, weil dieses frauenbild der norm entspricht?! was‘n das für ’ne norm?

    Problem ist, dass es so etwas wie eine Norm gibt und die 100Kg Frauen mit all den Konsequenzen dieser Norm nicht entsprechen und auf der anderen Seite, Frauen (oder auch Männer) die der Norm/dem Ideal entsprechen, zum Objekt werden.

    haha, die werden alle zum objekt? nur weil sie der norm entsprechen? logik?!

    und deine kritik am objektivieren könntest du ja mal darlegen, statt nur damit rumzutönen dass frauen zu objekten und auf ihre körper reduziert werden.
    „sexy“ kommt im übrigen von „sexuell“, sprich was mensch so sexuell anziehend findet. und da echauffierst du dich, dass nur körper sexuell anziehend gefunden werden und nicht etwa „der mensch dahinter“?!

  22. 22 anit 17. Februar 2009 um 17:08 Uhr

    @paolo
    wollte nur höflich darauf hinweisen, dass viele derjenigen, die gegen „normierung“ ins feld ziehen, selbst höchste distinktio betreiben.
    sexy ist – wie du selbst sagst – wohl von geschlechtsmerkmalen und dergleichen abzukoppeln. sexy, das spricht einen an, verursacht spannung, neugier, begierde (ohne das ich dieses wort jetzt aufblasen will). deshalb ist kommunismus sexy.

    @gabi, da war tee wohl schneller, deshalb nur soviel. Ich will nicht nerven, aber ich bin gerne sexy – oder fühle mich zumindest so. wenn ich im Folgenden in der 1. Person spreche, dient das der verkürzung, du wirst es auch andere Geschlechterkonstellationen übertragen können.
    Und natürlich mache ich Frauen zum Objekt meiner Lüste. Was soll ich auch sonst machen. Wenn mann hübsche, oder „sexy“ Frauen sieht, diese toll findet aber nicht kennt, dann macht man sie in dem Moment zum Objekt.
    Ich kann nichts dafür, aber Schöhnheit ist ein soziales Konstrukt, was nun mal am Körperlichen festgemacht wird. Damit reduziere ich Frauen doch lange nicht auf ihre Körper. Im Gegenteil, man ist doch meist interessiert was hinter dem blendenden Aussehen steckt. Es steht jedem/jeder frei, bei dem Spielchen nicht mitzumachen, dann verzichtet man halt auf die Klassifizierung in Sachen schön/hübsch/sexy etc.
    Umgekehrt sind kluge Frauen natürlich ansprechender als dumme. Schlecht ist nur dumm und hässlich.
    Übrigens seit dem Doppelvormarsch von FHM/GQ/MensHealth im Verbund mit der Männerkosmetikindustrie auf der einen und der vom Emanzendasein emanzipierten Frau, die sich (madonnamäßig) das nimmmt, was sie will und braucht, lebt es sich als Mann auch recht objektiviert und sexualisiert. Sollte es also mal eine genderisierte Variante von diesen Aufklebern geben und Brad Pitt und George Clooney keine Zeit oder Lust haben, stelle ich mein tiefdekoliertes Konterfei gerne zur Verfügung – selbstverständlich nur, wenn ich Idealgewicht und die richtige Bräunung habe.

  23. 23 lahmacun 17. Februar 2009 um 17:32 Uhr

    denn sofort wird über Blondinen mit tiefem Ausschnitt gemeckert

    wo denn?

  24. 24 lahmacun 17. Februar 2009 um 17:43 Uhr

    dass ich weitaus mehr Feindschaft (in Gabis Stil) gegen vermeintlich “normierte” Personen, iR. von Frauen gegen Frauen,

    bei den wenigen gelegenheiten, die mir zur verfügung standen, gewann ich auch ein bisschen diesen eindruck. nunja.

    aber das ist gar nicht das thema: sondern, dass hier mit disco und anderem quatsch kommunismus bebildert wird; und dass dabei halt auch auf bürgerliche maßstäbe zurückgegriffen wird:
    disco, hedoparty = kommunismus;
    hübsche mädels = kommunismus;
    kommunismus ist ne party und hübsche menschen. alles beim alten, nur ein bisschen mehr.

    zum „souverän“ und „system am wickel“: ich zumindest schließe für mich nicht aus, dass ich beeinflusst bin. und ich bin auch der meinung, dass man sich was vormacht, wenn man sich so unabhängig denkt. es geht dabei aber nicht um „gut“ oder „böse“. (wie auch? da manifestieren sich gesellschaftliche verhältnisse.)

    ich denke auch, dass wir nicht wissen können, welche menschen man im kommunismus schön fände. es ist ja so, das sieht man an der geschichte, dass schönheit durchaus nem wandel unterliegt. das ist eben zuvorderst ne gesellschaftliche frage.

  25. 25 anit 17. Februar 2009 um 17:47 Uhr

    @lahmacun
    sei mir nicht böse, wenn ich die Kritik an ästhetischer Normierung immer auch als Kritik an denjenigen, die diese Normen vorantreiben und sich ihnen aktiv unterwerfen. Man trennt ja auch selten zwischen dummen Gedanken und denen, die sie haben (obwohl man mehr thematisieren könnte). Vielleicht habe ich Gabi aber auch unrecht getan und zusehr meine persönlichen Erfahrungen in ihre Empörung hineingelesen.

  26. 26 lahmacun 17. Februar 2009 um 17:53 Uhr

    die in richtung stutenbissigkeit gehen

    habe ich gar nicht so verstanden…
    ich habe mal mitgekriegt, wie zwei feministische kommunistinnen sich in nem raum umgesehen haben und das urteil trafen, dass hier keine emanzipierten frauen seien – weil alle längere haare! der witz an der situation war, dass sie dies auch mir konspirativ flüsterten, und ich damals aber auch längere haare hatte. fiel ihnen nicht auf. darauf aufmerksam gemacht, erklärten sie mich zur ausnahme. sie hatten mit den anderen frauen natürlich kein einziges wort gewechselt.

    der kontakt brach dann ab.

  27. 27 Zonengabi 17. Februar 2009 um 17:58 Uhr

    Stimmt ihr habt recht. Was sind schon Sexismus und Schönheitswahn? Sollen sich die hübschen Dinger gefälligst zeigen (die 3 Mädels auf dem Bild haben sich das bestimmt auch gewünscht), soll Frau den Zugriff auf ihren Körper ertragen. Es ist nunmal persönliches Schönheitsempfinden und gesellschaftliche Ästhetik. Weg mit den Fetten und Alten!
    Normierungsgesellschaft (Foucault)?…so ein Quatsch.
    Kotz dich schlank für den Kommunismus.

    Ach ja, kann mir bitte jemand noch erklären was es mit diesem „sexy“ auf sich hat? Und was muss ich tun, um „sexy“ zu sein?

    Ist die auch sexy?

  28. 28 lahmacun 17. Februar 2009 um 18:02 Uhr

    die 3 Mädels auf dem Bild haben sich das bestimmt auch gewünscht

    man kann’s nicht wissen. da müsste man sie befragen. das kommt schon vor. dass es sich dabei vor allem um einen ausfluss gesellschaftlicher verhältnisse handelt – geschenkt.

    das problem ist halt das „alte“, das gleiche, das sich bei den feminist sex-wars findet. sind frauen, die auf 08/15-pornos stehen, „betäubt“? und entmündigt man sie, wenn man das feststellt?

    beides trifft zu. (oder auch nicht.)

  29. 29 tee 17. Februar 2009 um 18:24 Uhr

    die auffem bild – joa… schon a bissl sexy, oder?! (etwas zu schwarzweiss vielleicht, naja)

    aber was willst du überhaupt sagen, zonengabi? was hat sexismus und schönheitswahn in der diskussion hier zu suchen? und der rest von deinem geblabber?!

    deiner meinung nach dürfen also junge frauen, die in ihrem aussehen der gesellschaftlichen norm von „sexy“ (oder „hübsch“, „schön“) entsprechen, sich also nicht zeigen. oder wie?
    weil damit ja „frau“ („an und für sich“ wohl) den zugriff auf ihren körper ertragen müsste. kannst du das mal irgendwie erklären?

  30. 30 anit 17. Februar 2009 um 18:29 Uhr

    Also so nach Schönheitswahn sahen mir die Girls auf dem Bild gar nicht aus. Was hat das mit Sexismus oder mit Zugriff auf Körper zu tun? Die werden ihr Bild ja wohl selbst in Netz gestellt haben und ein Bild ist immer noch nicht deren Körper.
    Diese Normierung in einem Atemzug mit Foucault zu bringen ist schwierig.

  31. 31 brine 17. Februar 2009 um 19:17 Uhr

    zu dem zweiten Photo ja die Frau ist sexy.Aber ein Aktbild ist noch lange keine sexuelleunterdrückung /Ausbeutung etc.sondern in diesem Fall eindach nur ein Nackt bild;)Und ich finde schon das Frauen und was es sonst noch an menschlichen wesen gibt das recht haben sich nackt zu zeigen ohne das gleich irgendwelche FeministInnen aufheulen

  32. 32 lahmacun 17. Februar 2009 um 19:31 Uhr

    ohne das gleich irgendwelche FeministInnen aufheulen

    nanana. wie oben schon angedeutet, trifft das lange nicht auf alle feministinnen zu. man sollte vllt. auch erwähnen, dass mackinnon und dworkin vor allem von reaktionären christlichen fundis unterstützt wurden (und von feministinnen, je nachdem, unterstützt oder bekämpft), als es etwa darum ging, pornografie zu verbannen.

    ja nach haltung geht es um: sich zeigen dürfen oder müssen.

  33. 33 Paolo Pinkel 17. Februar 2009 um 19:33 Uhr

    ja, unsere leni hat ja schon immer den volksgeschmack getroffen….

  34. 34 lahmacun 17. Februar 2009 um 19:43 Uhr

    >eindach nur ein Nackt bild;

    was soll „einfach nur“ heißen? so wirlich nach einfach nur schaut mir das nicht aus. oder wie oft hast du schon nackige frauen gesehen, die sich so verrenken? da wird schon versucht, was (politisches) zum ausdruck zu bringen. so wie bei vielen bildern von nackigen männern (aus der zeit und anderen zeiten).

  35. 35 Zonengabi 17. Februar 2009 um 20:27 Uhr

    Ach jetzt sind diese 3 Frauen auch noch selbst schuld, da sie ja ein Foto ins Internet gestellt haben (vermutlich selbst) und es jemand nimmt und mit „sexy“ deklariert und sie nur auf ihr Äußeres/ihre Attribute reduziert bzw. dahingehend Eigenschaften auf sie projiziert?
    Ja stimmt, selbst schuld, dass sich über 700 Männer im StudiVZ zusammentun und das VZ nach „geilen Weibern“ durchforsten und deren Bikini-Urlaubsfotos verlinken etc. .
    Stimmt, selbst schuld, dass die Frau begrapscht wird. Warum zieht sich sich auch so „sexy“ an?

    Ach und falls ihr es nicht bemerkt habt, geht es hier nicht ums „zeigen dürfen“, sondern darum, dass ein(e) gesellschaftliche(r) „Zwang“/Norm/Diskurs, wie auch immer man es nennen mag, besteht, der „bestimmt“, was schön, sexy, hässlich etc. ist bzw. Menschen anhand ihrer Körper auf bestimmte Eigenschaften reduziert (Blondinen sind sexy, wenn auch meistens blöd, Fette sind träge und leben unhygienisch, kleine Männer sind egozentrisch, „Neger“ sind viel sportlicher und Frauen im allgemeinen ja viel emotionaler etc.)

    Ich habe noch einen tollen Vorschlag.
    Wie wäre es mit dem Slogan „Kapitalismus ist dumm“ und ihr bildet ein paar Menschen mit Down-Syndrom ab? Die entsprechen doch sicherlich nicht eurem persönlichen Empfinden in Sachen Intelligenz?
    Das könnt ihr ja dann auf euren Blogs veröffentlichen.

  36. 36 lahmacun 17. Februar 2009 um 20:35 Uhr

    zonengabi, ich weiß nicht – aber vllt weißt du es ja? – ob da ein fremdes foto als vorlage genommen wurde.

    und der rest ist quatsch. sorry.

  37. 37 anit 17. Februar 2009 um 21:48 Uhr

    hat hier irgendwer irgendwelche übergriffe gerechtfertigt?
    wenn man fotos von unbekannten sieht, worauf soll man reagieren, wenn nicht auf die oberfläche?
    was ist denn deines errachtens gerade vom DISKURS als schön und hässlich bestimmt worden? Mager Models, dicke Titten, blond und blauäugig?
    Die Beleidigung behinderter Menschen in Verbindung mit einer irrationalen Gesellschaft hat wohl überhaupt nichts mit der in keinster Weise diskrimierenden bezeichnung „sexy“ zu tun.
    gute nacht

  38. 38 Online Porn Monster 17. Februar 2009 um 22:29 Uhr

    Wie jetzt, die Sozialisierung der Frau (oder zumindest von deren Nacktbildern) ist im Kommunismus garnicht vorgesehen?

    Wofür schlag ich mir denn die Nächte mit dem ollen Marx um die Ohren? Vom vielen Saufen mal ganz abgesehen!

    BTW, was ist das eigtl. für ne blöde Masche hier mit dem Bild von soner KdF Tussi anzukommen? Sollen sich die Betrachter aber mal tüchtig schämen, wenn sie die schön finden und du die Provenienz „enthüllst“?

  39. 39 Zonengabi 17. Februar 2009 um 22:40 Uhr

    „Disko-Tussen“ bezeichnet Tee Frauen in der Fußnote des mir und dem Blog gewidmeten Beitrags auf seinem Blog.
    Wahrscheinlich gehen bei ihm auch „Bitches“ und „Pussys“ als Kategorien für Frauen durch.

    Auf die kläglichen und lächerlichen Fehlinterpretationen meiner Kommentare gehe ich erst gar nicht weiter ein.

  40. 40 lahmacun 17. Februar 2009 um 23:00 Uhr

    hier isses noch mal, falls jmd nicht weiß, wie das original ausschaut: http://i37.tinypic.com/sgr5o9.jpg

    die frage ist u.a., zonengabi, wie würdest du das beurteilen, wenn die mädchen das selber gemacht und online gestellt hätten? anders?

    ich bin übrigens der meinung, dass es sich tee auch zu einfach macht. denn es ist ja nicht so, dass es nicht nach wie vor nen grund gäbe, warum frauen sehr oft eher ihre körper denn ihren geist bilden.

  41. 41 tee 17. Februar 2009 um 23:10 Uhr

    zonengabi, du bist weder auf die fragen noch argumente von irgendwem hier eingegangen. stattdessen kommt von dir halt ein dümmliches allerlei und nazivergleiche. ausserdem hab ich disko-tussen nicht umsonst in anführungsstriche gesetzt, also spar dir deinen xten herbeigezauberten vorwurf.

  42. 42 Zonengabi 17. Februar 2009 um 23:22 Uhr

    Ich verstehe nicht, was daran falsch ist, eine Normierung in der Gesellschaft zu kritisieren?
    Wenn mit der gesellschaftlichen Norm „attraktiv sein“ schlank, sexy, blond etc. verbunden wird und dahingehend ein „sozialer Druck“ (ob nun kotzende Teenies, Fitnesswahn oder was auch immer) aufgebaut wird oder Menschen objektiviert werden (also das Leute wie Tee und Co. „Sexy-Frauen“ nur als ein Paar Brüste und ein Loch zum Penetrieren auf zwei Beinen sehen) und auf der anderen Seite nicht diesem Ideal entsprechende Menschen als eklig, widerlich, unhygienisch, träge etc. definiert werden (z.B. in den Medien), dann ist das wohl zu Recht zu kritisieren.

    @lahmacun: Ich weiss nicht, ob die Drei das Bild selber gemacht haben. Ich vermute aber mal, dass da jemand das Foto aus dem Netz genommen hat und dieses mit coolen Slogan versehen hat.

  43. 43 tee 17. Februar 2009 um 23:57 Uhr

    also das Leute wie Tee und Co. “Sexy-Frauen” nur als ein Paar Brüste und ein Loch zum Penetrieren auf zwei Beinen sehen

    mit dir ist scheinbar nicht mehr zu reden.

    ps: zumal für dich sexuelle attraktivität etwas verkehrtes ist, denn nichts anderes sagt der begriff „sexy“ aus.

  44. 44 Zonengabi 18. Februar 2009 um 0:08 Uhr

    Tee ich muss auch nicht auf die xte „ich steh aber nunmal auf blonde Tussen *sabber*“-Äußerung, die du vielleicht als Argument bezeichnest, eingehen.
    Nur weil du nicht verstehst, dass der Körper keine so tolle Kategorie zum Einordnen von Menschen ist, muss ich noch lange nicht den Erklärbär spielen.
    Frag mal Menschen die unter dieser Normierung zu leiden haben – z.B. Menschen mit Übergewicht (da steckt die Normabweichung schon im Wort – ÜBERgewicht. Über was? Einem NORMgewicht!)

    Und ist es so unverständlich, dass der Macher dieses Bildes eben nicht ausdrückt „Hey ich mag blonde Frauen“, sondern die gesellschaftliche Definition von Schönheit und damit eine/diese Norm wiedergibt?

    Die Norm bzw. der Druck der durch die Gesellschaft ausgebübt wird (z.B. nicht dick zu sein, attraktiv zu sein), führt zu „Selbsttechniken“ (Foucault) im Sinne von „an den Körper Hand anlegen“ (ob nun durch Diät, Kotzen, Sport oder OP), um der Norm und/oder einem gesellschaftlichen ästhetischem Empfinden (bzw. beim Einzelnen sozial konstruiertes Empfinden) gerecht zu werden.

    Aber Leute wie du Tee, scheinen ja völlig unabhängig von der Gesellschaft und dem sozialen Einfluss zu sein und stehen über sowas.
    Du kannst auch stinken wie ein Iltis, 150 KG wiegen und noch bei Mutti wohnen, um eines dieser „Grinsebäckchen“ auf dem Bild „in der Disse abzuschleppen, was?

  45. 45 rep 18. Februar 2009 um 5:07 Uhr

    wer diese frisch aus dem uv-grill kommenden proloschabracken sexy findet, hat unheilbare geschmacksverirrung. sandy, nancy und jaqueline aus der grossraumdisse. üährgh.

  46. 46 rep 18. Februar 2009 um 5:13 Uhr

    ich bezeichne einfach gestrickte solariumgängerinnen übrigens im selben maße als schabracken, wie ich ihre männlichen counterparts als bollos bezeichne. diese namensgebung hat für mich keine sexuelle konnotation.

  47. 47 forty 18. Februar 2009 um 9:23 Uhr

    rep hat völlig recht.
    diese 0815-blondgefärbten bravo-tussen haben mit sexy recht wenig zu tun und wenn die frauen im kommunismus so rumlaufen sollten ist der dann doch nichts für mich.

  48. 48 Paolo Pinkel 18. Februar 2009 um 10:20 Uhr

    meine lieben frauenverehrer
    im kommunismus bekommt jeder die frau, die er möchte, ob solariumbraun und blond, mit vornehmer blässe und langen schwarzen haaren, 100 kg schwer und rothaarig oder mit glatze und zahnlücke.
    so ist der kommunismus nämlich, er erfüllt jedem mann seine sexuellen wünsche, herrlich. deshalb sind wir auch alle von der idee so angetan, wegen der heißen schnitten, die auf einen warten. ich als alter pinkel hätte gerne drei auf einmal, blond, braun, rothaarig.

    warum erinnert mich das eigentlich an diese jenseitsvorstellungen, in denen jeder mann sieben jungfrauen an die seite bekommt?

  49. 49 ♥Tekknoatze 18. Februar 2009 um 10:48 Uhr

    Oh mein Gott. Was für eine depperte Diskussion. Es gibt genau ein Argument gegen diesen Spruch: Es ist kein Argument für die Sache mit Geschmacksurteilen hausieren zu gehen, und das ist letztlich ob das Urteil grad in die Norm passt oder nicht. Ob man da dann 150kg schwere Frauen drauf abbildet oder die 3 Christinnen oder Torsun oder Kulla oder Wertmullah oder wen auch immer.
    Damit ist nämlich überhaupt nichts gesagt.
    Wen ihr als Wichs_Mastubiervorlage benutzt ist doch echt mal scheißegal und kann getrost in euren Köpfen bleiben, danke.

  50. 50 lahmacun 18. Februar 2009 um 11:25 Uhr

    rep hat das material begutachtet und für schlecht befunden.

  51. 51 Paolo Pinkel 18. Februar 2009 um 12:07 Uhr

    @lamacun
    klar, die schnitten sind ihm wahrscheinlich zu künstlich, ich steh ja auch mehr auf so anständige mädels, ohne make-up und so.

  52. 52 rep 18. Februar 2009 um 20:32 Uhr

    ok, das war sexistisch. ich will mir nicht anmassen über diese jungen frauen zu urteilen. vielleicht lesen sie ja heimlich dostojewski und gehen mit ronny und justin in den botanischen garten, orchideen bestaunen. da ist der angestammte lookistische reflex einfach mit mir durchgegangen.
    never judge a book by its cover und so.

  53. 53 Simone 18. Februar 2009 um 21:09 Uhr

    Kommunismus ist sexy? Da ist die Antifa schon weiter.
    http://img368.imageshack.us/img368/2720/hopeghostls1sm3.jpg
    Oi!

    P.S. Bild müsste aus dem Pariser Antifamilieu stammen.

  54. 54 ♥Tekknoatze 18. Februar 2009 um 21:30 Uhr
  55. 55 bigmouth 19. Februar 2009 um 10:37 Uhr

    „Es ist kein Argument für die Sache mit Geschmacksurteilen hausieren zu gehen, und das ist letztlich ob das Urteil grad in die Norm passt oder nicht.“

    stimmt zunächst. wenn jedoch leute abgebildet werden, die aus der norm rausfallen, kann das auch anders gelesen werden, und ist mE angenehmer, weil es nicht dazu beiträgt, als kleines baustein die herrschende norm auch noch mitzuverbreiten. der flyer ist ja schon sehr merkwürdig, dass er vollkommen ungebrochen mitträgt: so und so haben frauen auszusehen, dann sind sie sexy. also ist es offenbar voll kommunistisch, bestimmte standards an frauen anzulegen. einige zwänge sind also voll knorke

  56. 56 anit 19. Februar 2009 um 12:31 Uhr

    ach bigmouth, sachen völlig ungebrochen mittragen…kleine bausteine. das ist doch wirklich käse. es gibt doch keine emanzipatorische ästhetik. und erst recht ist nonkonformer style nicht unbedingt ästhetisch. Wenn jmd jmd anderes sexy findet, dann findet er/sie den/die halt sexy. insofern kann jeder hedonistische scherzbold auch nur die frauen/mädchen/tusis/ladys/damen/ resp. jungs/männer/typen/herren/etc. auf solche aufkleber packen die sie/er sexy findet; zumindest wenn es darum geht, dass sie sexy aussehen sollen. das ist nicht kommunistisch, sondern liegt in den rules of attraction.
    niemand soll sich gehindert fühlen, leute abzubilden, die aus der norm fallen und erst recht soll niemand diskriminiert werden, der aus der norm fällt. aber weder ich noch „die Gesellschaft“ ist verpflichtet, die entsprechenden personen sexy zu finden.
    wären die antifa/szene/feministinnen-styles hegemonial, wären sie iü auch nicht besser als der leicht bitchige style der 3 Grazien auf dem Foto. Dann müssten wieder neue ästhetiken entworfen werden, den in der (linken szene mittlerweile wieder verbreiteten) schwarz-grau-schlabber-look)zu unterlaufen.
    Ich schlage deshalb vor: geschmack kontrafaktisch als privat zu behandeln und sich vernünftig zu benehmen, sprich niemand auszugrenzen und sich selbst und andere nicht verrückt machen.

  57. 57 Zonengabi 19. Februar 2009 um 14:34 Uhr

    Weil in dem Flyer/Aufkleber auch nur ein persönlicher Geschmack zum Ausdruck kommt und nicht (in diesem Fall) Frauen zu einem sexualisierten Objekt gemacht werden (ähnlich wie in der Werbung, Männermagazinen wie der FHM o.ä. etc.), mit dem man ein Botschaft vermitteln will. Alles klar!

  58. 58 bigmouth 19. Februar 2009 um 15:18 Uhr

    @anit : wenn jemand mit einem aufkleber agitieren möchte (auch bei diesem schrott wird diese absicht ja am anfnag gestanden haben), wird der sich schon gedanken über sein persönliches geschamcksempfinden hinaus machen. in dem fall hat sich die person absichtlich dazu entschlossen, die bestehende norm aufzugreifen & abzubilden. ob das dem geschamck der person entspricht, wissen wir doch gar nicht.

    es gibt keine emanzipatorische ästhetik, aber es gibt ästhetik jenseits normierter ansprüche. und dem abbilden der vielfalt des begehrens kann ich mehr abgewinnen als der reproduktion der herrschenden norm, ganz einfach, weil das etwas den druck rausnahmen könnte, dass es nur eine weithin herrschende norm gibt.

    wenn die sängerin v the gossip etwa nackt auf nem zeitschriftencover abgebildet wird, freut mich das, weil ich die botschaft, dass schönheit halt abseits der norm existiert, sehr viel abgewinnen kann

  59. 59 MPunkt 19. Februar 2009 um 15:52 Uhr

    Na was denn nun? Gibt es eine „normierte Schönheit“ oder eine „Vielfalt des Begehrens“? Und welchen Druck nimmt das bitte raus? Den, für die Angeberei nur ein Schönheitsideal zu haben, auf das man sich zurichtet?

  60. 60 Paolo Pinkel 19. Februar 2009 um 18:52 Uhr

    meine damen und herren
    über geschmack kann man nicht streiten und manchmal sind binsenweisheiten was wert. über was man streiten muss ist die degradierung der frau zur litfasssäule, dem einsätzen von ungerichteten reizen um erfolg zu haben. habt ihr euch schon einmal gefragt, was leicht bekleidete frauen mit buttermilch, elektrogeräten, waschpulver, zahnpasta, autos oder eben kommunismus zu tun haben? eigentlich auf den ersten bilck nicht viel, außer: die jeweiligen produkten verkaufen sich besser.
    wenn der so genannte kommunismus also auch besser verkauft werden muss, da er nicht durch argumente und einem vorstellungen von einem besseren leben überzeugen kann, dann hat sich die sache doch erledigt.
    und liebe gabi: ich finde die diskussion über normierung an dieser stelle eigentlich relativ unerheblich. ob die frauen jetzt blond, braun oder sonst was sind: so sollte niemand instrumentalisiert werden

  61. 61 anit 19. Februar 2009 um 19:34 Uhr

    @bigmouth: „und dem abbilden der vielfalt des begehrens kann ich mehr abgewinnen als der reproduktion der herrschenden norm, ganz einfach, weil das etwas den druck rausnahmen könnte, dass es nur eine weithin herrschende norm gibt.“
    Das ist ein geschmacksurteil.
    Wer bestimmt denn, was die herrschende Norm ist? Ist die herrschende Norm nicht gerade die Vielfalt des Begehrens. Die Sängerin von the Gossip nackt abzubilden, kann man gerne machen. Das ist aber ein anderes Statement – weil vermeintlich subversiv/provokant etc. – und eine anderer Geschmack.
    @ bigmouth und paolo, du glaubst doch nicht im ernst, irgendwer meint, wenn er drei (scharfe oder nicht) tusis abdruckt, damit für den kommunismus zu werben. Das möchte ich mal sehen, wie irgendwer, der diesen „aufkleber“ sieht, am nächsten infostand der dkp/mlpd oder sonsto stehen bleibt, weil er denkt, dass hat doch irgendwas mit sex und scharfen blondinen zu tun.

  62. 62 Zonengabi 19. Februar 2009 um 20:31 Uhr

    Lieber Paolo, ich finde die Diskussion um Normierung sehr wohl wichtig. Nicht so sehr, wenn es darum geht ob blond oder braun. Wenn es aber um Zugriffe auf dem Körper (z.B. im foucault’sche Sinne) geht, spielt Normierung sehr wohl eine Rolle.

    Du hast aber Recht, die Kritik sollte sich in erster Linie auf die Objektivierung von Menschen, in diesem Fall Frauen, richten.

    @MPunkt: Beides ist der Fall. Selbstverständlich ist Begehren so vielfältig wie es Menschen gibt, aber das spricht doch nicht gegen eine Normierung wie z.B. eine an gewissen Faktoren/Eigenschaften ausgerichtete Schönheit (z.B. eine gesellschaftliche Ästhetik/ein gesellschaftl. Anspruch an Aussehen, Körper etc.)
    Warum wohl bilden Zeitschriften diverser Genre nur bestimmte „Frauen- und Männertypen“ ab? Warum fällt es heteroesex. Jungmännern schwer (besonders in der Gruppe), zu äußern, dass sie z.B. „dicke“ (norm. Begriff) Frauen mögen oder es doch toll finden würden, wenn die Partnerin mal nicht den Körper rasiert etc.? Oder siehe die Normierungstendenzen in der sog. Schwulencommunity.
    Und warum gibt es denn diesen Diät-Ernährungs-Fitness-Kotzen-Wahn?
    Der Norm zu folgen (z.B. schlank oder sexy sein zu wollen) hat wohl wenig mit Angeberei zu tun, wohl eher mit Normierungsdruck der Gesellschaft (so sein zu wollen/müssen, mithalten zu wollen bzw. begehrenswert sein zu wollen), ob nun durch Anforderungen im Job, die engeren sozialen Beziehungen, Partnerschaften oder… .

  63. 63 Zonengabi 19. Februar 2009 um 20:39 Uhr

    @anit: Die herrschende Norm ist die Vielfalt des Begehrens?

    Dem würde ich widersprechen. Die Norm legt sich ja gerade auf ein sehr eingeengtes Bild fest (z.B. NORMbereich des Gewichts, diverse körperliche Attribute/Proportionen, Haarfarbe etc.) und „unterdrückt“ die Vielfalt. Mensch richten sich aus Gründen des sozialen Drucks auf diese Norm aus (Lebenswandel, Ernährung/Diät, OP, etc.).
    Selbst die Vielfalt der Lebensweisen, Subkulturen, Moden usw. sind Normierungstendenzen unterworfen…ob nun Emokids oder Karottenjeans… .

    Und im Bezug auf sexuelles Begehren muss man ja ganz klar von einer Normierung sprechen – Heteronormativität.
    Das auf die binäre Geschlechterordnung ausgerichtete heterosexuelle Begehren ist die absolute Norm.
    Diverse andere Begehrensformen und (Geschlechts)Identitätsoptionen bzw. deren Flexibilität (bei aller Kritik auch daran) sind marginalisiert.

  64. 64 anit 20. Februar 2009 um 10:07 Uhr

    liebe gabi, irgendwie bringst du vieles durcheinander, was wohl daran liegt, dass dieser norm/normierungsbegriff nicht viel taugt und in einer sehr freien anlehnung an foucault entstanden ist. Zudem sind selbst bei Meister Foucault diese Gedanken eher verworren.
    In den westlichen Ländern kann heute ja jeder machen was er/sie will, vor allem so aussehen wie er will (lassen wir an dieser stelle die debatte über intersex).
    Dennoch setzen sich bestimmte stile durch. Ohne Lederjacke kein Punk, ohne Karrotenjeans kein Emo. Manche kriegen bei dem Versuch Punk zu werden die Kurve nicht recht und werden mit 13 Trinker und drogenabhängig. Andere werden anorex oder bulemisch während sie versuchen, deutschlands nächstes Topmodell zu werden. Allen sollte irgendwie geholfen werden. Wieder andere wollen sexy sein und ziehen sich deshalb tief auschgeschnittene Klamotten an. Ob es jetzt mehr subkultur oder vermeintlich herrschende Normen gibt, kann ich nicht beurteilen. Das ist aber auch alles nicht schlimm. Beklagenswert wäre es ja nur, wenn man – ohne es zu wissen – ein spielchen mitmacht, indem menschen unterdrückt werden. Im Kapitalismus ist es aber mitnichten so, dass es eine herrschende Norm gäbe, die repressiv wäre. die „herrschenden“ normen fordern doch gerade auf, sie zu unterlaufen. Die Mehrheit hat sich sogar antidiskriminierunggesetze auferlegt und art. 3 gg. Zweifellos gibt es trotzdem keine Gleichberechtigung, Sexismus, Homophobie und Rassismus – diese Phänome sollten aber nicht als Ausdruck der herrschenden Normen verstanden werden, sondern können ebensosehr als Ausdruck des Bemühens neue Normen zu etablieren gedeutet werden. Es gibt, und würe ich dann tatsächlich mal auf Foucault verweisen wollen, keine Macht/Norm sondern beides ist nur Effekt von Normierungs/Machstrategien. Wie damit umzugehen ist, wenn man nicht ganz pragmatisch sagt: „so dass möglichst wenige leiden“ ist unklar.

  65. 65 Zonengabi 20. Februar 2009 um 21:54 Uhr

    Oh je, haben wir das angerichtet?…na ja offenbar zumindest befördert. Aber schön, da unter den Bloggerlemmingen der ein oder andere Blog ist, der sonst nur anderen Müll verzapfen würde, ist diese Beschäftigungstherapie ganz gut.

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