Demokratie, Faschismus, autoritärer Etatismus und Postdemokratie

Warum Wahlerfolge rechtsextremer Parteien keine faschistische Herrschaft hervorbringen und trotzdem die Demokratie aushöhlen und was die demokratische Mitte dazu beiträgt.

Stellte die parlamentarische Demokratie eine der Feindbilder der klassischen Faschismen dar, so präsentieren sich die neu-rechten Parteien geradezu als Verkörperung von Demokratie. Gemeint ist damit jedoch nicht eine parlamentarische Demokratie, sondern eine plebiszitäre
»Demokratie«, die als politische Form des »gesunden Volksempfindens« konzipiert ist und dieses ständig neu mobilisiert. Über die Aushölung der Demokratie ohne diese formal abzuschaffen referiert Thomas Schmidinger, Lektor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und Vorsitzender der IG externe LektorInnen und freie WissenschafterInnen.


Donnerstag, 17. Dezember 2009, 18:30 Uhr
Melanchthonianum, Universitaetsplatz, Halle (Saale)

Eine Veranstaltung der Reihe „Kritische Intervention“ des Arbeitskreises „Alternatives Vorlesungsverzeichnis“ des Studierendenrates der Vereinigten Universitaet Halle-Wittenberg in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt.