Vortragsreihe: Tradition oder Moderne? Die Aktualität der Aufklärung im ‚Nahen Osten‘

Wir weisen hiermit freundlich auf eine Vortragsreihe hin, die in diesem Semester an der Uni Halle durchgeführt wird

11.05.2010 – 18.30 – Melanchthonianum, Uniplatz, HS XV – Geert Hendrich – Antimoderne Internationale? Aufklärung und Gegenaufklärung in der arabo-islamischen Welt

19.05.2010 – 18.30 – Mel, HS XVIII – Hoda Salah – Länderbeispiel Ägypten

03.06.2010 – 18.30 – Mel, HS XVIII – Nagih Al-Obaidi – Länderbeispiel Irak

08.06.2010 – 21.00 – Kino Zazie – Iranisches Untergrundkino – Moslem Mansouris “Epitaph” und “Utopia”

09.06.2010 – 18.30 – Mel, HS XVIII – Saba Farzan – Länderbeispiel Iran

23.06.2010 – 18.30 – Mel, HS XVIII – Hannes Bode – Fragen nach Aufklärung. Gibt es eine arabo-islamische „Öffentlichkeit“?

29.06.2010 – 21.00 – Kino Zazie – Nouri Bouzids “Making off – Kamikaze” über den (selbst-)mörderischen Islamismus

07.07.2010 – 18.30 – Mel, HS XVIII – Esfandiar Tabari – Die Dialektik der Aufklärung im Iran: Vernunft gegen Mythos?

13.07.2010 – 21.00 – Kino Zazie – “Barakat”, über die Reise zweier Frauen durch das zerrüttete Algerien

Alle Kulturen sind hybride Konstrukte. Wenn sie ihren Höhepunkt erreichen, werden sie Opfer ihrer eigenen Geschichte. Es wird ein Kanon gebildet, und damit einher geht eine Behauptung kultureller Reinheit, die natürlich Unsinn ist. Solche Kulturen widersetzen sich gegen jede Form von Veränderung, und dann geht es mit ihnen bergab.

Orhan Pamuk

Das ‚Projekt der Moderne‘ im Geist der Aufklärung war innerhalb der Moderne nur eine Interpretation von ihr und – auch in der ‚westlichen‘ Moderne als Realgeschichte – keinesfalls immer dominant. Moderne bedeutet vielmehr zunächst die Schaffung technologischer und wirtschaftlicher Potentiale, welche der Verwertungsmentalität der kapitalistischen Wirtschaftsordnung zugänglich sind. […] Dementsprechend kann die Re-Islamisierung gedeutet werden als Teil jenes Denkens, das ‚Moderne‘ unter Ausschluss von Aufklärung propagiert, also als ‚Gegenaufklärung‘. Diese aber ist eben nicht anti-modern und schon gar nicht vor-modern, sondern kompatibel mit einer Modernität, wie sie die Eliten der arabo-islamischen Gesellschaften zur Zeit des Kolonialismus, aber eben auch im post-kolonialen Zeitalter repräsentieren.

Geert Hendrich

Warum die Frage nach „Aktualität der Aufklärung im Nahen Osten“?

Ein Thema beherrscht in den letzten Monaten das deutsche Feuilleton: die Aufklärung oder: der Islam und die Aufklärung. Während die einen vermeintliche und tatsächliche Islamkritiker als „Feinde“ des Islam, „heilige Krieger“ und „Menschenrechtsfundamentalisten“ bezeichnen, denen der Status als „legitime Erben der Aufklärung“ abzusprechen sei,1 betonen die anderen, ihre Gegner würden vor einer totalitären Gefahr einknicken und das Erbe der Aufklärung bzw. wahlweise westliche, christliche oder europäische Werte verraten.2

Beide Seiten hantieren jedoch mit hohlen Phrasen, beide behaupten eine Binarität zwischen zwei monolithischen Kulturen, die in ihrer jeweiligen historischen und kulturellen Entwicklung grundsätzlich verschieden seien. Ohne langes Zögern schreiben sie folglich die Ideen der Aufklärung dem Westen zu – samt seinen vermeintlich christlichen Fundamenten. Sowohl Rassisten als auch postmoderne Kulturalisten verknüpfen den Einzelnen dabei erbarmungslos mit dem spezifisch Anderen seiner Kultur, wobei letztere zwar das Lob der Differenz singen, in ihrem Streben nach der Versöhnung der Moderne „mit den vermeintlich unhintergehbaren Essenzen von Kultur, Glaube und identitätsstiftender Geschichte“ aber – wie Geert Hendrich bemerkt – das (selbst-)kritische Potential der Aufklärung ebenso aufgeben wie die emanzipatorische Forderung nach der Autonomie der Subjekte.3 Aus diesem Grund fragt Sadiq Al-Azm konsequent nach dem Zusammenhang des an der Vormoderne orientierten Islamismus und der „romantisch-mystifikatorischen postmodernen Strömungen“.4

In der Feuilletonschlacht um Aufklärung und vermeintlich westliche Werte spielt zudem das Selbstverständnis und die Lebensrealität von muslimischen oder eben nicht-muslimischen Migranten aus dem Nahen und Mittleren Osten keine Rolle. Die orientalischen „Anderen“ sind – positiv kulturrelativistisch oder negativ gewendet – ausschließlich als Objekte der Debatte präsent. Ein eigener Bezug auf die Aufklärung, ein kontroverser Standpunkt in der Diskussion um Religion und Säkularität wird ihnen abgesprochen, und noch viel weniger interessieren konkrete Fragen, etwa welche Säkularismusdebatten gerade im Irak geführt werden, welche Frauenorganisationen in Ägypten heute eine illegale Demonstration für ihre Rechte abhalten, wie viele Iraner im Moment aufgrund von Menschenrechtsaktivitäten in Gefängnissen gefoltert werden oder wie viele Türken sich von einem EU-Beitritt eine Stärkung der Rechtsstaatlichkeit erhoffen.

Ausgerechnet der Papst, so lässt der Vatikan passend zur Debatte verlautbaren, sei der rechtmäßige Vertreter der Aufklärung,5 und Ratzinger selbst betont in seiner Regensburger Rede, „für die moslemische Lehre“ sei Gottes Wille „an keine unserer Kategorien gebunden und sei es die der Vernünftigkeit“.6

Höchste Zeit also, entgegen allen kulturrelativistischen Gewissheiten den Blick auf den hier weit gefassten arabo-islamischen ‚Nahen Osten‘ zu richten, mit Hobsbawm die erfundenen Nationalstaaten (und Europa) zu hinterfragen und mit Pamuk die Hybridität jeglicher Kulturen zu betonen. Aufklärung ist für uns eben nicht hauptsächlich ein historisch und räumlich eingrenzbares Objekt oder ein Erbe, das man den Einen zu- und anderen absprechen kann. Es gilt vielmehr, die Idee der Aufklärung auch bei der Betrachtung der heutigen Verhältnisse im Blick zu behalten, das Streben nach der Befreiung des Menschen von der Herrschaft – der Natur und des Menschen. Den Blick also in diesem Sinne auf den Nahen Osten zu richten und damit eigenes Halbwissen und eigene Stereotypen zu hinterfragen ist damit ebenfalls vor allem eines – Aufklärung.

In der geplanten Vortrags- und Diskussionreihe an der Universität Halle soll die geistesgeschichtliche Entwicklung im Nahen Osten im Widerspruch zu tradierten orientalistischen und arabo-islamischen Narrativen differenziert und dialektisch betrachtet werden. Es ist nicht anzunehmen, dass die heutigen ‚islamischen Gesellschaften‘ vormodern oder ‚traditionell islamisch‘ sind, ebenso wenig scheint die ‚Schließung des Tores des ijtihad‘ vor hunderten von Jahren die gesellschaftlichen Entwicklungen einer riesigen Region bis heute determinieren zu können. Die „angebliche Identität der Geschichte der islamischen Theologie mit der Kultur der arabo-islamischen Gesellschaften kann man bestreiten“, so Hendrich.7Und Reinhard Schulze betont zu Recht, dass, wer den Islam „als zeitlose, immerwährende und immer gültige Religion betrachtet“, die Religion „einen normierten und normierenden Weltgeist“ vertreten lässt, der „zeitlos zu jeder Epoche der islamischen Geschichte in Beziehung tritt und diese bewahrheitet oder kritisiert“.8 Diese ahistorische Betrachtung, die einen konstruierten omnipotenten ‚Islam‘ überall wirken sieht, nicht jedoch ökonomische Verhältnisse und soziale Beziehungen, vereint unreflektierte Islamkritiker, viele Orientalisten und auch Islamisten.

Mit Blick auf die arabo-islamischen Gesellschaften sollen im Rahmen der Reihe auch Fragen diskutiert werden, die für ein differenziertes Verständnis der zeitgenössischen Diskurse in der arabo-islamischen Welt zentral sind. Dazu gehört z. B. der Zusammenhang von Subjektbildung und Selbstobjektivierung im (früh)kapitalistischen Prozess des Warenaustauschs. Hier gilt es die Validität der Aussage zu prüfen, wonach „die sogenannten Menschenrechte, die droits de l’homme im Unterschied von den droits du citoyen, nichts anderes sind als die Rechte des Mitglieds der bürgerlichen Gesellschaft, d.h. des egoistischen Menschen, des vom Menschen und vom Gemeinwesen getrennten Menschen“.9 Es ist außerdem immer zu beachten, dass der meist völlig inflationär benutzte Begriff der Aufklärung als komplexer ‚doppelter Reflexionsbegriff’ auf Schwierigkeiten seines Gebrauchs verweist.

In den Veranstaltungen der Reihe „Tradition oder Moderne? Die Aktualität der Aufklärung im ‚Nahen Osten‘“ soll nach einer theoretischen Betrachtung des Modernediskurses in der arabischen Philosophie – der Frage nach „Gegenaufklärung und Aufklärung in der arabo-islamischen Welt“ – der Blick auf die Subjekte gerichtet werden, d. h. auf ihre verschiedensten Vorstellungen von und Erwartungen an Moderne und Aufklärung. Wir wollen versuchen, Debatten über Säkularisierung, Menschenrechte, Freiheit oder Demokratie im ‚Nahen Osten‘ nachzuvollziehen und die Fragen nach ihren Akteuren, nach Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft zu stellen. Vier Veranstaltungen widmen sich in diesem Sinne den Ländern Irak, Iran, Ägypten und Türkei.

Die Veranstaltungsreihe „Tradition oder Moderne. Die Aktualität der Aufklärung im ‚Nahen Osten‘“ wird organisiert vom AK Kritische Intervention / Alternatives Vorlesungsverzeichnis der Universität Halle.

Aktuelle Informationen: http://aktualitaet.wordpress.com

11.05.2010 – Eröffnungsvortrag

In seinem Eröffnungsvortrag „Antimoderne Internationale? Gegenaufklärung und Aufklärung in der arabo-islamischen Welt“ wird der Philosophiehistoriker Dr. Geert Hendrich (Uni Darmstadt) den historischen und theoretischen Rahmen der Veranstaltungsreihe aufzeigen. [Ankündigungstext folgt]

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19.05.2010 – Länderbeispiel Ägypten

In Ägypten ist seit Jahren ein Erstarken konservativer und islamistischer Gruppen zu bemerken, die den öffentlichen Diskurs beeinflussen und den öffentlichen Raum weithin sichtbar dominieren. Symbole dieser Entwicklung sind die Verdrängung alkoholischer Getränke aus der Gastronomie oder die fast vollständig durchgesetzte Verschleierung von Frauen, immer öfter auch mit der wahhabitischen Variante des Tschador, der nur noch die Augen freilässt, was vor dem Hintergrund einer massiven Arbeitsmigration von ÄgypterInnen nach Saudi-Arabien gesehen werden muss. Gleichzeitig sind islamische und islamistische Gruppen wie die Muslimbrüder ambivalente Akteure im oppositionellen Kampf um politische Rechte und Demokratisierung. Doch auch säkulare AktivistInnen und FrauenrechtlerInnen kämpfen gegen die Unterdrückung der Individuen durch die an vermeintlichen oder tatsächlichen Traditionen orientierten gesellschaftlichen Zwänge, die von Seiten der Familie, des Clans, der Religionsgemeinschaft, des nationalen Kollektivs oder des Staates ausgeübt werden. Mit einem Fokus auf die Frauenbewegung sollen im Vortrag der Politologin Hoda Salah (FU Berlin) die Akteure von Menschenrechts- und Säkularismusdebatten in Ägypten und ihre Argumentationen in den Blick genommen werden.

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03.06.2010 – Länderbeispiel Irak

Im Irak haben gerade die zweiten mehr oder weniger freien Wahlen stattgefunden, die explizit religiösen Parteien haben zu Gunsten einer säkular orientierten Partei zahlreiche Stimmen verloren. Doch die Regierung, die von der internationalen Koalition unter Führung der USA nach dem Sturz des Baath-Regimes Saddam Husseins ‚im Kampf für Menschenrechte und Demokratie‘ eingesetzt wurde und deren Vertreter noch heute die politische Entwicklung bestimmen, hat die Meinungsfreiheit eingeschränkt, die Verfassungsentwürfe verstümmelt und die Religion zum Verfassungsprinzip erhoben. Wir stellen die Frage nach den Demokratievorstellungen in der irakischen Bevölkerung, nach Akteuren eines Kampfes um demokratische Rechte und einen säkularen Staat. Dr. Nagih Al-Obaidi (DW-TV) wird versuchen anhand des Beispiels “Säkularismus versus Islamismus bei den Parlamentswahlen im Irak” auf diese Fragestellung einzugehen.

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09.06.2010 – Länderbeispiel Iran

Das Regime der Islamischen Republik Iran feierte dieses Jahr seinen 31. Geburtstag. Seine Herrschaft ist jedoch so bedroht wie nie zuvor, da sich seine Vorstellungen von Moderne mittlerweile von denen beachtlicher Teile der Bevölkerung unterscheiden. Auf immer lauter werdende Rufe nach Freiheit, mit der manche Reformen, andere den Sturz des Regimes und Demokratie, einige ein Ende der Geschlechterapartheid und andere kulturelle Pluralität verbinden, reagiert das Regime mit immer rücksichtsloserer Gewalt. Die Lage von Frauen und Homosexuellen im Iran besonders berücksichtigend wird die Soziologin und Publizistin Saba Farzan auf antireligiöse, säkulare und religiöse Akteure im Kampf um diese ‚Freiheit’ eingehen, ihre Positionierung zur Moderne und ihre Konzepte und Argumentationen ebenso wie ihre Legitimationsstrategien beleuchten.

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23.06.2010 – Gibt es eine arabo-islamische Öffentlichkeit?

Dan Diners Thesen zur fatalen Bedeutung des um mehrere Jahrhunderte verspäteten arabischen Buch- und Zeitungsdrucks mögen viele ebenso im Kopf haben wie die Beobachtung, dass im ‚Nahen Osten‘ von einer tatsächlich ‚freien Presse‘ und schließlich von einer bürgerlichen ‚Öffentlichkeit‘ keine Rede sein kann. Aufklärung als Epoche ihrer Ideen, als grundlegender ‚Wahrnehmungswandel’, kann nicht ohne Verweis auf Herausbildung frühkapitalistischer Strukturen und eines modernen Verwaltungsstaats oder die Auflösung der einheitlichen Kirche analysiert werden. Eine „grundlegende Voraussetzung des Weltbildwandels breiterer Schichten“ bestand zudem „in einer neuen Formierung der Öffentlichkeit“.[1] Der Vortrag von Hannes Bode wird unter Berücksichtigung der Aneignung moderner Kommunikationsmittel und der Schwäche der Regime die Frage beantworten, ob es eine ‚Öffentlichkeit‘ im ‚Nahen Osten‘ gibt, und ihre Bedeutung für aufklärerische Prozesse von Kritik und Individualisierung betrachten.

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07.07.2010 – Die Dialektik der Aufklärung im Iran: Vernunft gegen Mythos?

In seinem Schlussvortrag richtet Dr. Esfandiar Tabari den Blick auf den Iran: „Durch Verstaatlichung der Religion sind dort die religiösen Traditionen und sogar die von der Religion unterstützten moralischen Normen im Iran in den Definitionsbereich des Staates und des Gesetzes gewandert. Damit haben diese ihren moralischen Wert in der bürgerlichen Religion verloren. Doch das Projekt „religiöse Person“ der islamischen Regierung im Iran, als Ersatz der ethischen und bürgerlichen Person, ist gescheitert – im Inneren der Gesellschaft entfaltet sich eine praktische Vernunft auf den Grundsätzen der universalistischen Moral. Kann diese praktische Vernunft instrumentalisiert und mythologisiert werden, wie in der „Dialektik der Aufklärung“ beschrieben? Nein, wenn sie zur Säkularisierung führt und die politisch-gesellschaftliche Identität einer aufgeklärten Gesellschaft widerspiegelt. Ja, wenn sie zu individuellem Selbstschutz, Selbsterhaltung und Selbstbehauptung eines aufgeklärten Intellektualismus dient. Beide Tendenzen sind in der aktuellen iranischen Bewegung (grüne Bewegung) vorhanden und werden im Vortrag thematisiert. Es wird festgestellt, dass die Frage nach der Aufklärung im Iran nicht mit der Frage nach einem aufgeklärten Islam gleichgesetzt werden kann und darf. Vielmehr muss die religiöse Aufklärung als Folge einer gesellschaftlichen Aufklärung im Kontext der Herausbildung einer moralischen Autonomie verstanden werden.“

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Vorauss. Wintersemester 2010/11 – Länderbeispiel Türkei

Die Türkei ist als vermeintlich laizistischer Staat ein Sonderfall im ‚Nahen Osten‘. Die Ambivalenz der jetzigen Situation, in der eine explizit islamische Partei gegen die kemalistischen Militäreliten eine Demokratisierung und rechtstaatliche Prinzipien durchzusetzen scheint, interessiert hier ebenso, wie die unterschiedlichen Konzepte, Strategien und Zielsetzungen der zahlreichen türkischen Menschenrechtsorganisationen.

  1. U.a. Seidl, Claudius: Unsere Heiligen Krieger, in: FAS, 10.01.2010; Steinfeld, Thomas: Militante Propaganda, in: SZ, 01.02.2010; Assheuer, Thomas: Der Streit um den Islam (1), in: DIE ZEIT, 04.02.2010; Jessen, Jens: Der Streit um den Islam (2), in: DIE ZEIT, 04.02.2010. Das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung will bei nicht näher definierten „Islamkritikern“ gar eine dem Antisemitismus vergleichbare Vorurteilsstruktur erkennen und kompensiert das Fehlen jeglicher Methode, Empirie, ja Wissenschaftlichkeit mit gesammelten Zitaten anonymer Rassisten aus Internetforen. Vgl. u.a. Benz, Wolfgang: Hetzer mit Parallelen, in: SZ, 04.01.2010. [zurück]
  2. U.a. Mohr, Reinhard: Peinlicher Aufklärungsunterricht, in: SpOn, 15.01.2010; Greiner, Ulrich: Toleranz für die Intoleranz?, in: DIE ZEIT, 28.01.2010; Dell‘Agli, Daniele: Die Islamkritik hat gerade erst begonnen, in: DIE WELT, 04.02.2010. [zurück]
  3. Hendrich, Geert: Identitätskonstruktion und Geschichtsbilder im arabo-islamischen Modernediskurs, in: Geschichte und Erinnerung im Islam. Hg. v. Angelika Hartmann, Göttingen 2004, S. 37. [zurück]
  4. Al-Azm, Sadiq: Wider den fundamentalistischen Ungeist, in: Der Islam im Aufbruch. Hg. v. Michael Lüders, München 1992, S. 258. [zurück]
  5. Wensierski, Peter: Interview mit Kardinal Walter Kasper. Der Islam ist eine andere Kultur, in: Der Spiegel, 38/2006. [zurück]
  6. Ratzinger, Joseph (Benedikt XVI.): Glaube, Vernunft und Universität. Erinnerungen und Reflexionen. Rede an der Universität Regensburg, 12.09.2006. Er bezieht sich vor allem auf Manuel II. Palaiologus. Dialoge mit einem Muslim. Hg. v. Karl Förstel. 3 Bde., Würzburg u. Altenberge 1993 – 1996. [zurück]
  7. Hendrich, Geert: Islam und Aufklärung. Der Modernediskurs in der arabischen Philosophie, Darmstadt 2004, S. 43. [zurück]
  8. Schulze, Reinhard: Islam und Herrschaft, in: Der Islam im Aufbruch. Hg. v. Michael Lüders, München 1992, S. 95,99. [zurück]
  9. Marx, Karl: Zur Judenfrage, in: Ders. u. Friedrich Engels: Werke. Bd. 1, Berlin 1976, S. 364. [zurück]

3 Antworten auf „Vortragsreihe: Tradition oder Moderne? Die Aktualität der Aufklärung im ‚Nahen Osten‘“


  1. 1 Golda Meyer 16. April 2010 um 23:22 Uhr

    Bomben auf die Primitiven sind das beste aufklärerische Argument. Eines, das lernfähig macht und wirkt!

  2. 2 Zonengabi 17. April 2010 um 1:30 Uhr

    Sehr qualifizierter Beitrag!

  3. 3 Susi Sauer 18. April 2010 um 22:41 Uhr

    Oh mann, wieso löscht Ihr eigentlich nie was? Da ich nicht glaube, dass irgendwer echt so faschistoid is und der Nickname zu dumm is, tippe ich auf nen bekloppten Antiimp, der den Text nicht gelesen hat sondern nur die Überschrift und jetzt irgendwas mit Antideutschen wittert, die Pro-USA irgendwas mit Naher Osten auweia jetzt isses schon klar, kann nur um Bomben gehen.
    Zu dumm nur, dass das nichts mit Antideutsch, nichts mit Pro, nichts mit USA und nichts mit linkem Antiimpdreck zu tun hat, sondern mit Wissenschaft und Dialektik, und damit, den Leuten da mal zuzuhören, statt nur über sie zu reden. Und dass scheint für Antiimps, wie den Autoren des dummen Fakes oben, noch viel unbegreiflicher zu sein, als für Fashionantideutsche.

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