Archiv für Juli 2010

Hackerangriff auf die Internetseiten der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Wie heute u.a. bei Spiegel Online zu lesen war:

Rechtsextreme Hacker schockieren mit einer Cyber-Attacke: Die Internetseiten von zwei KZ-Gedenkstätten wurden mit rechtsextremen Parolen wie „Brown is beautiful“ versehen und zum Teil gelöscht. Viele Dokumente sind verloren, jetzt ermittelt die Polizei.

Weimar – Die Internetseiten der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, sind am Mittwochmorgen von Neonazis zum Teil zerstört worden. Die Hacker entfernten die Startseite von buchenwald.de sowie zahlreiche Fotos und Texte und stellten stattdessen rechtsradikale Symbole und Sätze wie „Brown is beautiful“ („Braun ist schön“) oder „Wir kommen wieder“ ein; dora.de wurde komplett gelöscht.

Außerdem seien die Seiten mit Internetangeboten verlinkt worden, auf denen der Holocaust geleugnet werde, teilte Stiftungsdirektor Volkhard Knigge mit. Die Stiftung hat Anzeige erstattet; die Polizei in Jena ermittelt wegen Computersabotage.

buchenwald.de konnte immerhin zum Teil wiederhergestellt werden. Es existieren allerdings nicht für alle Dokumente Sicherheitskopien. Die Online-Ausgabe des Totenbuchs etwa, das die Namen von rund 38.000 Opfern des Naziregimes umfasst, ist verloren.

Den Zugang zum Server der Gedenkstätte hatten sich die Täter über einen Virus verschafft, der vermutlich bereits zu einem früheren Zeitpunkt installiert wurde. Stiftungsdirektor Knigge nennt den Cyber-Angriff einen Versuch, „die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen auszulöschen“. Eine solche Attacke auf die Gedenkstättenarbeit sei bisher einmalig.

Kriminell auf einem beängstigenden Level

Das Innenministerium vermutet, dass die Täter von außerhalb Thüringens zugeschlagen haben. Die rechtsextreme Szene in Thüringen hat nach Angaben eines Sprechers für so einen Angriff nicht genügend Fähigkeiten. Zudem habe es in anderen Bundesländern ähnliche Vorfälle gegeben, sagte er. „Wir haben den Verdacht, dass es dieselben Täter waren.“

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) sprach von einem „heimtückischen Angriff auf die Gedenkkultur an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ und einem „Akt der Menschenverachtung“. Der SPD-Abgeordnete Peter Metz sieht in dem Hacker-Angriff eine „politisch motivierte Kriminalität in neuer neuen, beängstigenden Qualität“.

can/ddp/dpa/AFP

via Spiegel Online

Ein Lied für die Werktätigen.

Marx-Lesekreis…

via casualnothingness

Mein Skateboard ist…

…wichtiger als Deutschland.

Das hier allemal:

An die Mensa-Gääng…

Heute gibt’s übrigens Rührei und Spinat… mmmhhh lecker…

I Read Some Marx (And I Liked It)

Film: Djamila Sahraouis „Barakat“ : eine algerische Reise

13.07.2010 – 21.00 Uhr– Kino Zazie (Kleine Ulrichstr. 22, Halle)

Djamila Sahraouis mehrfach ausgezeichneter Film zeichnet rund um eine Reise von zwei Frauen durch das Algerien ein Porträt der von Kolonialismus, Unabhängigkeitskrieg, Bürgerkrieg und Terror gezeichneten Gesellschaft. Als die junge Ärztin Amal aufbricht, um ihren vermutlich von Islamisten entführten Mann zu suchen, begleitet sie ihre Kollegin Khadidja, eine Vertreterin der Generation des Unabhängigkeitskampfes. Auf ihrer gefährlichen Reise durch die patriarchale und gewaltsame Gegenwart Algeriens treffen beide die verschiedensten Menschen, deren Geschichten die schwierige und komplexe Vergangenheit Algeriens symbolisieren.

Ein Veranstaltung der Vortragsreihe Tradition oder Moderne? Die Aufklärung im ‚Nahen Osten‘.

Bevölkerungsgeographie und Rassenlehre

Wenn man ein sozialwissenschaftliches Fach studiert, muss man sich ja bekanntlich in Seminaren und Vorlesungen allerhand anhören, was einem ungläubig über soviel Unsinn den Kopf schütteln lässt oder gar den Wutpegel nach oben treibt. Besonders die Diskussionsbeiträge und Kommentare der KommilitonenInnen sorgen für „fachliche Tiefe“. Da fabulieren Studenten in einem Seminar für Familiensoziologie schon mal über Maßnahmen wie z.B. „Unterschichtsfamilien“ die staatliche Unterstützung zu streichen, damit diese „sich nicht mehr vermehren können“. In einem soziologischen Theorieseminar darf dann schon mal ernsthaft ein Referat über die „wahren Gründe“ von 9/11, also über allerhand verschwörungstheoretischen Mist, gehalten werden. (mehr…)

Buenos días tristeza, Alemania

Spanien 1 „Schland“ 0

Deutsche in friedlichen Zeiten

Also, es bleibt dabei:

Wir wollen kein anderes, keine antikapitalistisches, kein antideutsches, kein antiimperialistisches, kein ökologisches sondern gar kein Deutschland!

Vor etwas mehr als einem Monat erschien dieser Text der Gruppe „Café Morgenland“. Aus Anlass der momentanen Fussball-WM wollen wir ausdrücklich seine Lektüre empfehlen.