Archiv für Juni 2011

Zum Maul-Vortrag in Halle

Anlässlich des Vortrages „Der gefesselte Odysseus. Über die Dialektik der Aufklärung im Islam“ von Thomas Maul an diesem Mittwoch in Halle (Saale) hat der Freundeskreis „25. Januar“ ein Kritik am Referenten, AG Antifa, AG No tears für Krauts und der Zeitschrift „bonjour tristesse“ veröffentlicht, deren Lektüre wir hiermit ausdrücklich empfehlen.

Essentialistische Märchenstunde

Eine Kritik der antiaufklärerischen Thesen Thomas Mauls, denen die AG Antifa (Halle) nun ein Podium bietet

So wie Ikarus, sich selbst überschätzend, zu nah an die Sonne flog und abstürzte, versucht Thomas Maul sich mit seiner „Dialektik der Aufklärung im Islam“ zu intellektuellen Höhen zu erheben, die seine Fähigkeiten bei weitem übersteigen. Die Tragödie wiederholt sich jedoch nun als Farce – als auf den ersten Blick erheiternde, auf den zweiten aber Widerspruch erregende Hybris. Schon vor einem halben Jahr wurde mit Blick auf die seichten Ergüsse eines Autoren der halleschen Loseblatt-Sammlung bonjour tristesse bemerkt, „AG und bonjour tristesse sollten nun so konsequent sein, und sich durch die Einladung des Komikers Thomas Maul endgültig lächerlich machen, der für seine Analyse von arabo-islamischen Gesellschaften und islamischer Ideengeschichte ausgerechnet Ghazalis asketische Lebensanleitung für den Mystiker heranzieht. Das ist ebenso absurd und schwachsinnig, wie das Unterfangen, die europäische Neuzeit und Moderne anhand Thomas von Kempens De imitatione Christi zu analysieren. Und kann noch viel besser kritisiert werden, als das halbgebildete und ressentimentgeladene Geseier in der bonjour tristesse.“
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Die Sieger der Geschichte

Eine Zeitschrift, die in einem Land erscheint, in dem solche Kriegerdenkmäler in fast jedem Ort zu finden sind:

Das Denkmal der gefallenden vom ersten Weltkrieg, Friedhofsportal, Calvörde (Sachsen-Anhalt)
Das Denkmal der gefallenden vom ersten Weltkrieg, Friedhofsportal, Calvörde (Sachsen-Anhalt)

mokiert sich mit folgenden Worten:

Geflügelte Augen, Riesenblumen und Beton-Ufos: Dort, wo im Zweiten Weltkrieg jugoslawische Partisanen fielen, entstanden in den siebziger Jahren unter Staatschef Tito gigantische Denkmäler. Heute zerbröckeln die irren Skulpturen. Ein Künstler dokumentierte die Monumente – und ihren langsamen Zerfall.

über jugoslavische Monumente wie dieses:

Denkmal in der Nähe des Dorfes Tjentiste, das an die gefallenen Jugoslawen der Sutjeska-Schlacht zwischen jugoslawischen Partisanen und den Deutschen erinnert.
Denkmal in der Nähe des Dorfes Tjentiste, das an die gefallenen Jugoslawen der Sutjeska-Schlacht zwischen jugoslawischen Partisanen und den Deutschen erinnert

Das Blog „Ofenschlot“ resümiert ganz richtig:

Sie können gar nicht anders, als über alles, was aus dem (alten) »Osten« kommt, im Tonfall der Zerrüttung, des Kaputten, den Unglücklichen zu schwadronieren.

und verfasst darüberhinaus einen kurzen, aber lesenswerten Artikel zum Thema.

Ohne Worte II

Wettin 02.06.2011
Wettin (Sachsen-Anhalt), 02.06.2011
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