Sternstunden antideutscher Kritik II – Justus gegen Stephanie

Da glaubte man, der Bodensatz in der Auseinandersetzung um Justus Wertmüller in Jena sei erreicht, da wird man dank der Kartoffelbauern eines Besseren belehrt.
Im Grunde geht es darum: Frank, Mandy und Klaus luden den Justus zu einem Vortrag ein. Aber die Stephanie, die Carola und der Marcel wollten nicht mitspielen und verweigerten Frank, Mandy und Klaus die Finanzmittel. Da suchten die sich andere Möglichkeiten und schließlich waren doch eine Menge Leute zum Zuhören von Justus‘ Ergüssen anwesend. Trotzdessen waren Frank, Mandy und Klaus mächtig böse mit den drei Stura-Genossen und wollten den Justus gleich nochmal einladen, damit der erzählt, wie doof Stephanie, Carola und Marcel doch sind. Die aber, wohl doch nicht so doof, dafür umso bezeichnender in ihrem linksdeutschen Gemüt, ließen sich voll die fiesen Tricks einfallen, dass der Justus nicht noch mal wiederkommen konnte. Soweit, so bekannt.
Nun sind Frank, Mandy und Klaus aber erst richtig sauer und fühlten sich bemüßigt, sich zu erklären. Sogleich machen sie klar, wie gemein behandelt sie sich doch fühlen, sei man doch als „Sau“1, durchs „linke Dorf getrieben“ worden. Nach der kurzen und richtigen Selbsterkenntnis der eigenen Belanglosigkeit („Jena ist Provinz“), folgt auch schon die Aneinanderreihung der „Streiche“ (sic!) von Stephanie, Carola und Marcel. Was da nun genau geschah, soll hier nicht weiter interessieren, viel interessanter ist, wie Frank, Mandy und Klaus die „Streiche“ einschätzen. Es scheint ja da arg bedrohlich gewesen zu sein für Frank und seine Freunde, spielen doch Stephanie, Carola und Marcel in „der ersten Liga“ des „linksdeutschen Heimatschutzes“ und sind „machthungriger“ als Helmut Kohl und Gaddafi zusammen. Frank und seine Freunde halluzinieren sich selbst ernsthaft eine solche Bedeutung bei, dass eine vermeintliche Avantgarde des (bildungsbürgerlichen) Deutschtums höchstpersönlich gegen sie antritt. Der Justus muss ja ein Gemeingefährlicher sein, den sie da eingeladen haben. Doch nicht nur das. So gab es neben Stephanie und Co. weiteres Gesindel an und neben der Uni, welches den wackeren Kämpfern für die Aufklärung in der „Provinz“ u.a. diverse Räumlichkeiten für ihre Veranstaltung verweigerten. Böse, böse das Ganze und so steht der Heimatschutz Jena, Stephanie, Carola und Marcel aus dem Jenaer Studierendenrat, „den nationalen Heimatschutzkommandos in Hamburg, Leipzig, Bonn, München und jüngst in Marburg in nichts nach.“ In ihrer Umtriebigkeit agieren Ideologiekritiker wie Frank und Co. aber nicht nur gegen „die Carolas, Stephanies und Marcels dieser Republik“, Ute ist genauso doof. Ja meint sogar in beinah bedrohlichem, aber dann doch eher peinlichem Ton: „Justus Wertmüller wird in Kürze ein zweites Mal sprechen. Andere werden ihm folgen.“
Nun lassen wir uns aus „dem einzigen Forum für Kritik in der gesamten Zone“ (AG „No Tears for Krauts“, Halle) herab, doch anzudeuten, was das eigentliche Problem an der ganzen Sache sein könnte. Den linksdeutschen und ach so engagierten studentischen Aktivisten deutlich zu machen, wie scheiße sie sind, macht Spaß; zugegeben. Dagegen, jene Kritik im Jargon einer Ernsthaftigkeit abzuspulen, als ob es sich hier um den Lynchmob aus Mügeln handeln würde, und das Ganze als Ideologie- und Gesellschaftskritik zu verkaufen, als ob dieser Kindergarten um den jenaer Stura versus Justus W. Ausdruck notwendig zu kritisierender Verhältnisse wäre, ist plump und überzogen. Bei der Ideologie- und Gesellschaftskritik solcher Gruppen wie von Frank, Mandy und Klaus handelt es sich lediglich um die langweilige und bis ins persönlich Beleidigtsein reichende Verteidigung Justus Wertmüllers gegenüber ebenso drübe Tassen aus dem linksstudentischen und bewegungslinken Milieu. Dies betreibt man gegen die Stephanies und Co. mit einem Eifer, als ob Wertmüller die personifizierte Instanz radikaler Gesellschafts- und Ideologiekritik sei und es sich bei den Rassismusvorwürfen und sonstigem Geschwurbel gegen seine Person um sachhaltige Argumente gegenüber kritischer Theorie handeln würde. Die Kritiker „der ersten Liga linksdeutschen Heimatschutzes“ haben geistig die „Provinz“ selbst noch nicht verlassen. „Dagegen gilt es Standards zu setzen“!

  1. Soweit nicht anders angegeben, stammen alle Zitate aus der Erklärung der Gruppe Association Pomme de Terre [zurück]

13 Antworten auf „Sternstunden antideutscher Kritik II – Justus gegen Stephanie“


  1. 1 Simone 07. Juli 2011 um 14:18 Uhr

    Es gibt ja auch nichts Wichtigeres in Jena als diesen Scheiß.

  2. 2 MC Gurke 07. Juli 2011 um 16:18 Uhr

    Man kann tatsächlich die irren Jenenser Linken wie auch Justus Wertmüller scheiße finden. Aber der Ton und die von Gabi angesprochene Selbstüberschätzung, die aus diesem Affentanz eine Konfrontation zwischen Aufklärung und Gegenaufklärung machen will, ist eben das Problem.
    Wenn dann zur Wahrung des eigenen Feindbildes und zur Absicherung der eigenen erbärmlichen Ideologie noch die drei Bananen aus dem Stura mit der Gesamtheit aller Muslime (Inkarnation der Gegenaufklärung bzw. des Bösen), bzw. der anthropomorph dargestellten „grünen Religion“, die irgendeinen „Artenschutz“ verlange (schön die Sekten-internen Schlagworte auswendig gelernt), in Eins gesetzt werden, ist Hopfen und Malz verloren. Und erst der prophetische Duktus („Andere werden folgen“)…
    Bei Euch hat die Gegenaufklärung schon lange gewonnen, ihr fucking Kartoffelkrauts.

  3. 3 Hotte 07. Juli 2011 um 21:46 Uhr

    Herrje, ist das unlustig. Achim Mentzelstyle.

  4. 4 Simone 07. Juli 2011 um 22:04 Uhr

    Was haste gegen Achim? Dat is wenigstens ne coole Sau: http://www.youtube.com/watch?v=Iagr2h1etNc

  5. 5 Stefan 08. Juli 2011 um 1:14 Uhr

    Das ihr den Sachverhalt für einen nicht weiter ernstzunehmenden Affentanz haltet, ist schwer zu glauben, wenn ihr 3 Beiträge darauf verwendet, ihm allein dies zu bescheinigen. Dabei gelingt es euch kaum, zu formulieren, was euch wirklich stört. Stattdessen gebt ihr nur den Sachverhalt in gezwungen fröhlichem Stil wieder, garniert mit platten Beleidigungen (Kartoffel etc.), die verdecken sollen, dass euch die Worte fehlen.

    Vielleicht seid ihr ja nur traurig, das niemand euch so viel Beachtung schenkt und ihr hier nur für euch und eine Handvoll drübe (sic! – so funktioniert doch euer wichtigstes Werkzeug der Kritik) Tassen schreibt. Doch vermutlich scheint nur euer grundsätzliches Unbehagen gegen Bahamas&Co. der Grund zu sein, warum euch der Fall nicht schlafen lässt. Schließlich müsstet ihr euch ohne diese Bande heute nicht mit kritischer Theorie herumschlagen, um irgendwie auf kritisch zu machen.

    Zum Schluss folgt noch ein Ratschlag: Hört euch bloß das Referat nicht an! Es könnte nämlich durchaus passieren, dass ihr hier auch etwas über euch erfahrt.

  6. 6 Simone 08. Juli 2011 um 9:09 Uhr

    Gremliza hat vor einiger Zeit eigentlich schon alles zu Wertmüller gesagt:

    An Justus W. lernen heißt lernen, wo Polemik (oder Kommunismus) endet und Hetze (oder Faschismus) beginnt.

    Und über einen Text, in dem Folgendes steht:

    Damit beanspruchen sie [=die Mitglieder des Stura-Vorstandes] einen Artenschutz, den sonst nur die Vertreter der grünen Religion für sich in Anschlag bringen.

    soll man auch noch sachlich diskutieren? Wer so von Ressentiment durchdrungen ist, dass er in einem popeligen Stura-Vorstand eine Abwandlung des Islamismus erkennen will und damit mutwillig religiösen Fanatismus relativiert – mit dem kann man doch nicht ersthaft diskutieren.

  7. 7 no use 08. Juli 2011 um 21:47 Uhr

    Keine Ahnung, was bei euch in Jena so läuft. Euer kleines Schreiben hier liest sich jedenfalls wie eine Beschwerde, dass ihr es nicht in die erste Liga linksdeutscher Heimatschützer geschafft habt. Und weil ihr euch so unbedeutend und „provinziell“ fühlt, müssen es alle anderen auch gleich sein.

  8. 8 xXaftershowXx 09. Juli 2011 um 12:44 Uhr

    Geil ist wie verzweifelt man auf Seiten der apdt gerade nach einen Raum sucht und sich dabei nicht zu schade ist auch alt gediente Antiimps nach einen Raum zu fragen :D Wir werden sehen was der Dienstag bringen wird *freu*

  9. 9 Stefan 09. Juli 2011 um 20:14 Uhr

    Glückwunsch, no use. Hauptsache du hast den weißen Untergrund irgendwie gefüllt. Und Simone, was du in der Textstelle zu lesen glaubst, steht dort gar nicht drin. Mit dieser Auffassungsgabe kannst du durchaus dem großen Denker Gremliza die Hand reichen. Gratulation auch dir.

  10. 10 Gustu 10. Juli 2011 um 15:17 Uhr

    Aha lieber aftershow, jedoch wirst du dich am Dienstag lediglich über das Wetter freuen können. Und vielleicht darüber, dass wenigstens Simone mit dir spricht.

  11. 11 Simone 10. Juli 2011 um 21:22 Uhr

    Dienstag?

  12. 12 xXaftershowXx 10. Juli 2011 um 22:40 Uhr

    Wetter?

  13. 13 xXaftershowXx 10. Juli 2011 um 22:44 Uhr

    Naja, dann eben Mittwoch. Ist doch egal. Hauptsache die Veranstaltung steht. Ich zelte schon einen Tag früher auf dem Campus. Steht ja gerade eh schon ein Zelt da.

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