Der Verfassungsschutz und seine Nazis

Frankfurt (dpa) Der hessische Verfassungsschutz schweigt sich zur Rolle eines seiner Beamten in der Neonazi-Mordserie aus. Zu den Vorwürfen, der Verfassungsschützer sei noch zum Zeitpunkt eines der Morde in einem Internetcafé gewesen, wollte sich die Behörde nicht äußern.

„Wir nehmen dazu keine Stellung“, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft Kassel habe zwar gegen den Mann ermittelt, sagte er. Sie habe das Verfahren im Januar 2007 aber eingestellt, weil sie dem Verdächtigen keinen Zusammenhang mit der Tat habe nachweisen können.

Nach bisherigen offiziellen Angaben hatte der Verfassungsschützer eine Minute vor dem tödlichen Schuss aus einer Waffe mit Schalldämpfer den Tatort verlassen. Diese Annahme könne nun nicht mehr aufrechterhalten werden, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf Sicherheitskreise in Wiesbaden.

Wie „Bild“ unter Berufung auf Ermittlungen des hessischen Landeskriminalamtes berichtet, trug der Mann in seinem hessischen Heimatdorf den Spitznamen „Kleiner Adolf“. In der Wohnung des Mannes wurden demnach neben anderen Einschlägigen Druckerzeugnissen auch handschriftliche Kopien von Auszügen aus Hitlers „Mein Kampf“ gefunden.

What the fuck was für Abgründe tun sich hier nur auf.


1 Antwort auf „Der Verfassungsschutz und seine Nazis“


  1. 1 Hintergrund 15. November 2011 um 23:55 Uhr

    Einer der besten Artikel zum Hintergrund der Sache: http://tagesschau.de/inland/rechtsextremerterror100.html

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