Merkel und die Rummelnazis

In der aktuellen TITANIC 03/12 finden sich in der Fotostory zwei Fotos, die Merkel in den 1990er Jahren mit zwei Nazi-Skinheads zeigen. Leider ist mir nicht bekannt, in welchem Zusammenhang diese Bilder entstanden sind.
Auf dem Ost-Blog finden sich jedoch einige ähnliche Bilder, die 1993 entstanden und zu denen es dort heißt:

Wenige Monate nachdem der 23-jährige Thorsten Lamprecht 1992 bei einem Überfall von etwa 60 Skinheads auf eine Punk-Fete in dem Magdeburger Lokal „Elbterrassen“ mit einem Baseballschläger ermordet wurde, besuchten Anfang 1993 die Ministerinnen Angela Merkel und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger einen Magdeburger Jugendclub. Dieser Jugendklub wurde damals von den lokalen antifaschistischen Gruppen als Nazi-Treffpunkt eingestuft. Unter den Jugendlichen vermuteten sie auch Beteiligte des Skinhead-Überfalls.

Wir dokumentieren hier diese interessanten und heute durchaus skurril wirkenden Aufnahmen:


1 Antwort auf „Merkel und die Rummelnazis“


  1. 1 Sindbart 06. März 2012 um 23:28 Uhr

    Frau Merkel war zu dieser Zeit ‚Familienministerin‘ und federführend für ein Projekt namens AgAG (Aktionsprogramm gegen Aggression und Gewalt) im osten des großen D zuständig. Wie der unpolitische Titel schon vermuten lässt (-.-“) handelt es ich dabei um ein Programm das heute wohl als ‚Gegen Rechtsextremismus gerichtet‘ bezeichnet werden würde. Es war so umstritten wie wirkungslos. Ein Zeit-Autor überschrieb mal einen Artikel mit dem unlustigen Titel ‚Glatzenpflege auf Staatskosten‘ (wurde zum geflügelten Wort), der es allerdings ganz gut auf den Punkt traf. Nach dem Motto ’so lange die hier im Jugendclub sind, verprügeln die keine Migranten‘ ist es aber von einigen PolitkerInnen noch gut abgefeiert worden. In der Tat flossen Mittel aus den bereit gestellten Fördergeldern auch in Treffpunkte der rechten Szene. Ein nationaler Aktivist dazu: „Das waren die besten Jahre“

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