Holocaust-Keule der Woche

Der nächste Bestseller kommt in die deutschen Buchläden, um endlich mal zu schreiben, was (sicherlich aufgrund des Einflusses „gewisser Kreise“) sich bisher keiner zu sagen traute. Die Befürworter von Euro und gemeinsamen Staatsanleihen sind „getrieben von jenem sehr deutschen Reflex, wonach die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld, in europäische Hände gelegt haben“. Wie bitte? Was für ein debiler Scheiß. Aber Künast und Gabriel stehen schon bereit – Ring frei für den nächsten inszenierten „Skandal“, dessen Gewinner wie immer der Kontostand Sarrazins und die Dummheit sein werden.

P.S.:

Dabei profitierte die deutsche Wirtschaft bislang sogar von der Krise. Kurzfristig, weil die Zinsen für deutsche Staatsanleihen mittlerweile auf ein historisches Tief gefallen sind und nun sogar unter der Inflationsrate liegen. Langfristig, weil der Euro-Raum für die deutsche Exportwirtschaft die Basis für eine Geschichte rasanten Erfolgs lieferte. Seit Einführung der gemeinsamen Währung summierten sich die Überschüsse in der deutschen Leistungsbilanz nach Angaben der Bundesbank auf 750 Milliarden Euro. Entsprechend hoch fielen die Defizite der Schuldnerländer aus. Mit diesem ungleichen System schienen dennoch alle Beteiligten lange Zeit gut leben zu können. Denn durch den Euro konnten vor allem die südlichen EU-Staaten billige Kredite aufnehmen, während die deutschen Unternehmen von der steigenden Nachfrage profitierten.