Beiträge von Simone

Nomen est omen

„Das Germanistik-Studium ist eine gute Grundlage, um Lösungen für aktuelle sprachliche Herausforderungen zu entwickeln.“

(M. Blaha, Novatec GmbH)

Zitat von: www.uni-muenster.de/Germanistik/Praxis/zitate.html

Merkel und die Rummelnazis

In der aktuellen TITANIC 03/12 finden sich in der Fotostory zwei Fotos, die Merkel in den 1990er Jahren mit zwei Nazi-Skinheads zeigen. Leider ist mir nicht bekannt, in welchem Zusammenhang diese Bilder entstanden sind.
Auf dem Ost-Blog finden sich jedoch einige ähnliche Bilder, die 1993 entstanden und zu denen es dort heißt:

Wenige Monate nachdem der 23-jährige Thorsten Lamprecht 1992 bei einem Überfall von etwa 60 Skinheads auf eine Punk-Fete in dem Magdeburger Lokal „Elbterrassen“ mit einem Baseballschläger ermordet wurde, besuchten Anfang 1993 die Ministerinnen Angela Merkel und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger einen Magdeburger Jugendclub. Dieser Jugendklub wurde damals von den lokalen antifaschistischen Gruppen als Nazi-Treffpunkt eingestuft. Unter den Jugendlichen vermuteten sie auch Beteiligte des Skinhead-Überfalls.

Wir dokumentieren hier diese interessanten und heute durchaus skurril wirkenden Aufnahmen:
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„Platitüden, Nonsense-Sätze und Stilblüten sonder Zahl“

Gauck und sein Gerede von Freiheit, Verantwortung und Demokratie auf allen Kanälen. Es ist nicht mehr auszuhalten und die kommenden Jahre mit ihm als Bundespräsidenten dürften nicht besser werden.
Um unserer kleine Reihe über seine zynische Rhetorik fortzusetzen, sei hier auf den Artikel „Die Larve“ von Rayk Wieland hingewiesen, der bereits in der KONKRET 08/97 erschien und den die Zeitschrift dankenswerterweise auf ihrer Website dem interessierten Publikum zur Verfügung stellt.

Zumal er [i. e. Gaucks Spitzenposten als Bundesbeauftragter für Stasiunterlagen] ihm Gelegenheit bot, bei seinen Auftritten den lange erprobten, zu DDR-Zeiten allerdings noch ziemlich rot eingefärbten Pastoren-Sermon in eine leuchtende Apologie der Gegenwart zu transformieren, in einen unerschütterlichen Pauschalvoluntarismus, dessen fade Grundelemente sind: – (mehr…)

Arbeit macht das Leben süß

MC Gurke weist auf folgendes Zitat hin:

Gauck: Neu­lich er­zähl­te mir mein Fah­rer von sei­nem Cou­sin, der mit den ge­sam­ten So­zi­al­leis­tun­gen un­ge­fähr 30 Euro we­ni­ger als er hat. Mein Fah­rer muss aber fast immer um fünf Uhr auf­ste­hen. Er sei der Dumme in der Fa­mi­lie, aber er sagte mir auch: „Ich kann das nicht, ich kann nicht so da­sit­zen.“ Da habe ich ge­sagt, dass er denen er­zäh­len soll, wie gut er sich mit Ar­beit fühlt.

Was für ein zynisches Arschloch! Der stellt offenbar einen Fahrer zu einem Niedriglohn an, bedient und teilt dessen Ressentiment gegen „Arbeitsscheue“ und palabert dann noch davon, wie gut sich Arbeit anfühle.
Da passt doch folgendes Foto sehr gut ins Gesamtbild:
Gauck und Maschmeyer
Prost! Gauck mit Drückerkolonnen-Chef Carsten Maschmeyer und „Schauspielerin“ Veronika Ferres (Foto: picture-alliance / Eventpress Schraps)
via: SPON

Vortrag: Das Verhältnis von Theorie und Praxis. Oder: Zum Versprechen von Bildung und Emanzipation

Mit Stefan Müller & Janne Mende (Berlin).

Theorie und Praxis zusammenzufügen, ist häufig von vergeblichen Bemühungen und gescheiterten Anstrengungen geprägt – zum Glück! Theorie kann weder bruchlos in Praxis noch Praxis unvermittelt in Theorie überführt werden. Dass beide nur in ihrer Trennung, in ihrer Eigenständigkeit angemessen verstanden werden können, soll im Vortrag skizziert und ausgeführt werden. Überlagert wird die Theorie/Praxis-Problematik zudem davon, dass das Zusammenführen beider oftmals von der Vorstellung begleitet wird, dass erst in der (unterschiedslosen) Einheit von Theorie und Praxis Bildungsbemühungen, gar Emanzipation erreicht sei.

Das Gegenteil ist der Fall: Erst im Festhalten der Unterschiede von Theorie und Praxis in ihrer intrinsischen Vermittlung eröffnet sich der Horizont einer ‚versöhnten Gesellschaft’ (Adorno). Das Versprechen von Bildung und Emanzipation befindet sich damit in einer Zwickmühle, die durch das Verhältnis von Theorie und Praxis geprägt ist.

Di, 07.02.12 I 18.30 I Melanchthonianum, Uniplatz, Halle

Vortrag im Rahmen der Reihe „Was tun? Zum Verhältnis von Theorie und Praxis“

via: Kritische Intervention

Kritische Intervention: Was tun? Zum Verhältnis von Theorie & Praxis

Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Text [pdf] der Gruppe „Kritische Intervention“.

Galloudec an Antoine. […]
So ist die Welt eingerichtet und es ist nicht gut so.
Heiner Müller, Der Auftrag

SPIEGEL: Wie wollen Sie aber die gesellschaftliche Totalität ohne Einzelaktionen ändern?
ADORNO: Da bin ich überfragt. Auf die Frage ‚Was soll man tun’ kann ich wirklich meist nur antworten ‚Ich weiß es nicht’. Ich kann nur versuchen, rücksichtslos zu analysieren,
was ist. Dabei wird mir vorgeworfen: Wenn du schon Kritik übst, dann bist du auch verpflichtet zu sagen, wie man’s besser machen soll. Und das allerdings halte ich für ein bürgerliches Vorurteil.
SPIEGEL 19/1969, 206.

Immer wieder gab es in den letzten Wochen Demonstrationen, etwa die der Stuttgarter Wutbürger, die der Linken und anderer ,engagierterʹ Bürger gegen ,die Banken und Finanzmärkteʹ bzw. ,die da obenʹ, die von Studierendenaktivisten oder die von sogenannten ,Linksradikalenʹ. Doch die meisten Stuttgarter wollen ihre Ruhe, ob vor Bauprojekten oder vor Demonstranten, die große Masse der Bundesbürger will Sicherheit, die Sicherung ihrer kleinbürgerlichen Habe im Angesicht der Krise, und die meisten Studierenden wollen credit points, während sie inbrünstig auf einen unbezahlten Praktikumsplatz hoffen. Die große Masse der Menschen nimmt die gegenwärtigen Verhältnisse gleichsam schicksalhaft, als naturgegeben hin oder affirmiert sie, was jeder gesellschaftskritische Ansatz reflektieren sollte. (mehr…)

Zum Tod von Georg Kreisler

Eine letzte Meldung: Georg Kreisler ist nicht mehr unter uns.

So steht es seit dem 22. November auf seiner Homepage. Anstatt eines Nachrufs will ich aus diesem Anlass hier nur eines meiner Lieblingslieder posten:

Vortrag: Kunst und Politik in der Bundesrepublik

mit Prof. Heinrich Dilly (Halle)

Mi, 02.11.11 I 18.30 I Melanchthonianum, Uniplatz, Halle (Saale)

Laut Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sind Wissenschaft und Kunst frei. Unter dieser Grundvoraussetzung ist die Förderung der Kunst und die Ausbildung von Künstlerinnen und Künstlern institutionalisiert – als Ländersache. Ganz bestimmte Kunstwerke genießen zudem einen besonderen Schutz; bestimmte Teile des „Systems Bildende Kunst“ sind ohne gesamtstaatliche Förderung nicht mehr denkbar.
Um welche handelt es sich, und wer trägt die Verantwortung? Gibt es Kontrollmechanismen? Wie ist diese Praxis legitimiert? Wie weit reicht die Freiheit? Ist die Kunst nur „Dekoration des Systems“ (Beuys) oder hat sie emanzipatorisches Potential? Erstickt, erwürgt vielleicht der Staat die Kunst in mehr als wohlwollender Umarmung? Wir haben den Kunsthistoriker und -theoretiker Heinrich Dilly eingeladen, um diese Fragen mit uns zu diskutieren.

http://www.kritischeinterventi​on.wordpress.com

Deppenbeutel

Im Jugend- und Wahlkreisbüro Haskala von Katharina König, Sprecherin für Jugendpolitik und Antifa der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, ist man sich offenbar nicht zu dumm, noch den letzten pop-antikapitalistischen Schwachsinn zu adaptieren:
Haskala Beuteldruck, 3. Auflage
Kapitalismus kaputtkaufen? Dann doch lieber Sahra Wagenknecht.

Unterschätzte Dichtertalente I: Christian Kreis

Dialektik

Des morgens lese ich Adorno
Ich bin ein Mensch im Widerspruch
Denn abends schau ich einen Porno
Und wichse in mein Taschentuch

via: Scientia Hallensis