Archiv der Kategorie 'Rassismus'

Antiziganismus Gutmenschenart

Deutsche Zustände beim MDR: „Roma sind dreckig, faul und sie klauen, was das Zeug hält. „Stimmt!“, sagt die 27-jährige Jenny Rasche aus Stapelburg im Harz. Doch sie sind auch lebensfroh, hilfsbereit und stolz.“ Ohne Worte.

Dumm, dümmer, pro Deutschland

Wahlkampf in Berlin, die Zweite: Zwei Bollos der Rassistenpartei „Pro Deutschland“ wollten einen aus Syrien stammenden Zeitgenossen verprügeln, der die Motivwahl ihrer Plakate kritisiert hatte. Als diesem ein Zivilpolizist zu Hilfe eilte, hielten sie diesen folgerichtig für einen Multikulti-Gutmenschen und sprühten ihm Pfefferspray ins Gesicht. Folge: Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Aufhängen wollten sie übrigens dieses Plakat – was ihnen seit heute nach einer Klage Thilo Sarrazins, des sozialdemokratisch-sozialdarwinistischen Salonrassisten, sowieso verboten ist.
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Ehrliche Nazis

Wohl angesichts der V-Männer-bedingten höchsten Unwahrscheinlichkeit, irgendwann verboten zu werden, macht die NPD im Berliner Wahlkampf einen auf dummdreist nationalsozialistisch. Was in Nazikreisen als „Nostalgie-Schiene“ bezeichnet und von den Vertretern der sächsischen Linie inkl. JN-Guru Michael Schäfer (studiert in Halle) als nicht PR-tauglich kritisiert wird, treibt widerliche Blüten.
Nach einem Kreuzworträtsel in der Wahlkampfzeitung, das nach „NS“ und Rudolf Heß fragte und als Lösung „Adolf“ ergab, plakatiert die NPD nun tausende Plakate mit dem Spruch „GAS geben“ in den Straßen Berlins. Was bspw. SPD-Politiker grundlegende Kritik äußern lässt: „Was sollen denn Touristen, etwa aus Israel, denken?“. Wo doch die Shoah mittlerweile endlich nicht mehr dem Standort schadet. Dabei bleibt an Voigt und Kameraden gerichtet zunächst lediglich zu sagen: Leichsenring – Noch son Ding!
Nazischweine

Sternstunden antideutscher Kritik I – Justus gegen Stephanie

Die (post)antideutsche Bewegung ist ganz unten angekommen. Nachdem sich manche ihrer Protagonisten in Sachen „Islam-Kritik“ mehr als genug lächerlich gemacht haben, hat sich eine Gruppe von Bahamas-Kindergroupies aus Jena einen scheinbar angemesseneren Gegner ausgesucht: S. B., Vorstandsmitglied des Studierendenrates der Universität Jena. (mehr…)

Sternstunden antifaschistischer Kritik III – Antifa Task Force Jena

Im Osten Thüringens gibt es ein Tal, in dem sich Mandy und Maik gute Nacht sagen. Hier befindet sich die Stadt Jena. Und wie es sich für ein ostzonales Kaff gehört, gibt es neben Netto-Konsum und Plattenbau eine Antifa – die Antifa Task Force Jena. Aber einfach nur Nazis aufs Maul zu hauen, ist den Boys und Girls zu wenig. So versucht man sich an der Kritik reaktionärer Tendenzen in der örtlichen Linken. Schön und gut. (mehr…)

Tatort Bullshit

Verkannte Frauenfussballerinnen und die Geschlechterfrage, einfältige Musels und das Integrationsproblem, fieser Finanzhai und der böse Kapitalismus, authentisches Urgestein und der ehrliche Fussball, Theo Zwanziger und DFB-Promo – der ARD-“Tatort“ am Sonntag stand ganz im Zeichen öffentlich-rechtlich-volkspädagogischen Gutmenschentums und fuhr den Karren voller Stereotypen und Klischees einfach nur in die Scheiße (mehr…)

Zum Maul-Vortrag in Halle

Anlässlich des Vortrages „Der gefesselte Odysseus. Über die Dialektik der Aufklärung im Islam“ von Thomas Maul an diesem Mittwoch in Halle (Saale) hat der Freundeskreis „25. Januar“ ein Kritik am Referenten, AG Antifa, AG No tears für Krauts und der Zeitschrift „bonjour tristesse“ veröffentlicht, deren Lektüre wir hiermit ausdrücklich empfehlen.

Essentialistische Märchenstunde

Eine Kritik der antiaufklärerischen Thesen Thomas Mauls, denen die AG Antifa (Halle) nun ein Podium bietet

So wie Ikarus, sich selbst überschätzend, zu nah an die Sonne flog und abstürzte, versucht Thomas Maul sich mit seiner „Dialektik der Aufklärung im Islam“ zu intellektuellen Höhen zu erheben, die seine Fähigkeiten bei weitem übersteigen. Die Tragödie wiederholt sich jedoch nun als Farce – als auf den ersten Blick erheiternde, auf den zweiten aber Widerspruch erregende Hybris. Schon vor einem halben Jahr wurde mit Blick auf die seichten Ergüsse eines Autoren der halleschen Loseblatt-Sammlung bonjour tristesse bemerkt, „AG und bonjour tristesse sollten nun so konsequent sein, und sich durch die Einladung des Komikers Thomas Maul endgültig lächerlich machen, der für seine Analyse von arabo-islamischen Gesellschaften und islamischer Ideengeschichte ausgerechnet Ghazalis asketische Lebensanleitung für den Mystiker heranzieht. Das ist ebenso absurd und schwachsinnig, wie das Unterfangen, die europäische Neuzeit und Moderne anhand Thomas von Kempens De imitatione Christi zu analysieren. Und kann noch viel besser kritisiert werden, als das halbgebildete und ressentimentgeladene Geseier in der bonjour tristesse.“
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Ohne Worte II

Wettin 02.06.2011
Wettin (Sachsen-Anhalt), 02.06.2011
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Der „Orientale“ hat Schuld…

Kaum verbreitet sich die Panik wegen des EHEC-Erregers und die Vermutungen, dass verunreinigtes Gemüse die Ursache sein könnte, schon treiben die schönsten rassistischen „Theorien“ in den Kommentarspalten der Online-Nachrichtenblätter darüber aus. Den sich mir nicht erklärlichen Hinweisen auf „Hosenzwang“ folgend stieß ich auf einen Artikel aus dem Kopp-Verlag, der mich „aufklärte“. Der Kopp-Verlag ist ein kruder Verein für Verschwörungstheoretiker und Anhänger diverser Pseudowissenschaften, in dem sich so illustre Gestalten wie Verschwörungstheoretiker und Antisemit Gerhard Wisnewski, Eva Herman, die nun nur noch in den Kopp-Nachrichten auftreten darf, und auch Jürgen Elsässer tummeln.
Der Autor des besagten Artikels Udo Ulfkotte weiß, dass „bestimmte Migranten“, Ulfkotte nennt sie auch „die Orientalen“, völlig andere Vorstellungen von Hygiene haben und weil in Deutschland im Gegensatz zu Österreich auf den Feldern noch kein Hosenzwang herrscht, scheißen uns vornehmlich Erntehelferinnen aus dem „Orient“ auf den Feldern in die Erdbeeren, auf Gurken und Salate. Der studierte Rechts- und Politikwissenschaftler Ulfkotte, früherer Mitarbeiter der FAZ, nennt das allen Ernstes den Fäkalien-Dschihad. Bestimmt ist es das, denn Ulfkotte weiß ganz genau, dass Muslimen durch den Koran die Anwendung von Desinfektionsmitteln verboten ist. Und so kann er auch einen Zusammenhang herstellen zwischen der angeblich unterm Rock auf dem Feld ihr Geschäft verichtenden „orientalischen“ Saisonarbeiterin und dem „Fäkalien-Dschihad“ der Guantanamo-Häftlinge (siehe Artikel).
Verrückter gehts immer; der EHEC-Erreger – ein weiter Sieg für die „Islamisierung des Abendlandes“. Dass Gestalten wie Ulfkotte im deutschen Feulliton anerkannt sind, ist wohl sehr bezeichnend.

Empfehlung: Neues Blog zum Nahen Osten

Hiermit wollen wir auf ein neues Infoblog zum Nahen Osten hinweisen: http://nahostinfos.wordpress.com. Auf dieser Seite werden ausgewählte Nachrichten, Berichte und Analysen zu politischen und sozialen Verhältnissen im Nahen Osten und Ereignissen in der Region verlinkt oder veröffentlicht.

Der Blog ist eine Art virtueller Beitrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Tradition oder Moderne – Die Aktualität der Aufklärung im Nahen Osten“, deren Ankündigungstext „Warum die Frage nach der Aktualitaet der Aufklärung im Nahen Osten?“ nach wie vor lesenswert ist.